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Beethovens 9. Symphonie

Beethovens 9. Symphonie, eine der populärsten Partituren der klassischen Musik, eröffnet im Januar 2010 als festlicher Auftakt das Deutschlandjahr. Der deutsche Dirigent Jonas Alber, der mit vielen renommierten Orchestern in Deutschland wie auch international erfolgreich zusammenarbeitet, und einer der besten Chore Deutschlands, der Philharmonische Chor Berlin, stehen gemeinsam mit dem Vietnam National Symphony Orchestra auf der Bühne des Hanoier Opernhauses. Mit der 9. Symphonie schuf Beethoven eine Zäsur in der Musikgeschichte, erstmals integrierte er Gesangssolisten und Chor in eine Symphonie. Das furiose Finale mit den Versen aus Schillers Ode an die Freude entwickelte sich zu einer weltweit bekannten Hymne für Frieden und Völkerverständigung und repräsentiert heute offiziell die Europaische Gemeinschaft.

23. und 24. Januar 2010, Opernhaus Hanoi

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Tickets kostenlos, abzuholen im Goethe-Institut Hanoi
Tel.: 04 3734 2251/52/53 (Ext. 9)
email: info@hanoi.goethe.org

60 Jahre Deutsches Kino März

60 Jahre Deutsches Kino

Die Deutsche Kinogeschichte nach dem zweiten Weltkrieg hat viele Wendungen genommen. Die Unterhaltungsfilme der 50er Jahre zeigen deutlich westdeutsche Befindlichkeiten nach dem Krieg, die jüngste deutsche Geschichte sollte über heilen Bergpanoramen und romantischen Liebesgeschichten vergessen werden. Doch in den 60ern begehrte eine junge Gruppe Filmschaffender gegen das althergebrachte Kino auf, sie wollten ein radikales neues Kino, das jeglichen kommerziellen Interessen entgegenstand. Aus dieser Bewegung kommen Schlöndorff, Herzog, Wenders und Fassbinder, die den deutschen Film in den 70er Jahren auch international wieder rehabilitierten. Der Neue Deutsche Film war dabei im Ausland oft früher anerkannt als in der Heimat. Nach einer Zeit der Komödien und Genrefilme konnte das Deutsche Kino im neuen Jahrtausend auch international wieder überzeugen: Oscar für Nirgendwo in Afrika und Das Leben der Anderen, Goldener Bär bei den Berliner Filmfestspielen für Fatih Akins Gegen die Wand und deutliche Präsenz bei den großen Filmfestivals dieser Welt.

Der deutsche Film hat eine bewegte Zeit hinter sich, auf die im Deutschlandjahr zurückgeschaut werden soll. Jeder zweite Monat ist einem Kino-Jahrzehnt gewidmet, epochen- und stilprägende Filme werden gezeigt, Filme, über die man gesprochen hat, die schockiert und begeistert haben und wegweisend für das deutsche Kino in West und auch Ostdeutschland waren.
Die Reihe wird begleitet von Regisseuren und Filmschaffenden.

Januar, März, Mai, Juni, September, November 2010, GI Hanoi

Epoche 1959-1968: 15.-21.03.2010
ab sofort kostenlose Tickets im Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc

15.03., 19:30 Rosen für den Staatsanwalt (Director: Wolfgang Staudte)

16.03., 19:30 Und deine Liebe auch (Director: Frank Vogel)

17.03., 19:30 Der geteilte Himmel (Director: Konrad Wolf)

18.03., 19:30 Das Kaninchen bin ich (Director: Kurt Maetzig)

19.03., 19:30 Spur der Steine (Director: Frank Beyer)

20.03., 19:30 Abschied von Gestern (Director: Alexander Kluge)

21.03., 19:30 Wilde Reiter GmbH (Franz-Josef Spieker)

Rosen für den Staatsanwalt
Auf Grund eines Vermeintlichen Diebstals wird der Soldat Kleinschmidt vor das deutsche Kriegsgericht unter Anklage von Richter Schramm geführt und zum Tode verurteilt. Doch durch einen Bombenangriff entkommt Kleinschmidt in letzter Sekunde der Hinrichtung.
Einige Jahre später nach Kriegsende kreuzen sich die Wege des Richters und des Entkommenen als Kleinschmidt in seine Heimatstadt zurückkehrt. Dort arbeitet Schramm als Oberstaatsanwalt und hält seine nationalistische Gesinnung und Vergangenheit gut unter Verschluss.
Diesen beunruhigt Kleinschmidts Anwesenheit sehr, da er befürchtet seine NS-Vergangenheit könnte aufgedeckt werden. Mit allen Mitteln versucht Schramm Kleinschmidt aus der Stadt zu verdrängen. Wieder geschieht ein Diebstahl dessen Prozess von Schramm geführt wird, doch nun droht seine Fassade zu bröckeln.


Und Deine Liebe auch
Berlin 1961. Klaus und Ulli, zwei Stiefbrüder wie sie gegensätzlicher nicht sein können, schwärmen für dasselbe Mädchen, Eva. Klaus, Lebemann und Draufgänger, verdient gutes Geld als Taxifahrer in Westberlin. Der nachdenklichere und introvertierte Ulli dagegen arbeitet in Ostberlin als Elektromonteur in der Glühbirnenfabrik. Eva entscheidet sich zunächst für Klaus, der ihr ein sorgenloses unbeschwertes Leben verspricht. Doch als nach dem 13. August der Weg nach Westberlin zur Arbeit für Klaus durch die Mauer versperrt ist und der bewaffnete Ulli ihn vom Überqueren hindern will, muss sich Eva endgültig entscheiden, wen sie wirklich liebt, zu wem sie gehört.

»...und deine Liebe auch« ist der erste Film aus der ehemaligen DDR, der den Mauerbau thematisiert, und dennoch durch das feinfühlige genaue Einfangen der besonderen Atmosphäre und Stimmung, die im Sommer 1961 in Berlin herrschten, beineindruckt.

Der geteilte Himmel
„Der geteilte Himmel“, nach dem bekannten Roman von Christa Wolf, ist eine tragische Liebesgeschichte im Zeichen der deutsch-deutschen Teilung. Rita und Manfred sind frisch verliebt. Doch ihre so unterschiedlichen politischen Ansichten über die beiden deutschen Staaten stellt die junge Liebe auf eine harte Probe. Als Manfred die DDR verlässt und in den Westen geht, muss sich Rita entscheiden.
„Der geteilte Himmel“ wurde kurz nach seiner Premiere in der ehemaligen DDR von der Zensur verboten, fängt aber wie kaum ein anderer Film die zwischen Lähmung und Aufbruch wechselnde Atmosphäre der Zeit der deutsch-deutschen Trennung ein.

Das Kaninchen bin ich
Maria, eine selbstbewusste, junge Frau in Ostdeutschland, darf nicht studieren, weil ihr Bruder wegen „staatsgefährdender Hetze“ im Gefängnis sitzt. Stattdessen verdient sie ihr Geld als Kellnerin. Sie verliebt sich in den älteren Paul, muss aber herausfinden dass er der Richter ist, der ihren Bruder unter dubiosen Umständen verurteilt hat. Maria gerät in einen inneren Konflikt, und versucht Liebe und das Schicksal ihres Bruders zu trennen, bis sie Pauls wahres Gesicht kennen lernt.
Der Film war in der DDR bis 1990 verboten, da er sich kritisch mit dem Justizsystem des Landes auseinandersetzt.

Spur der Steine
Auf einer Grossbaustelle arbeitet der Brigadier Hannes Balla mit seiner Truppe. Seine Arbeit wird geschätzt, er schuftet mehr als alle anderen, aber er lässt sich in kein Korsett zwingen, säuft, rauft und nimmt sich viele Freiheiten. Der neue Parteisekretär auf der Baustelle, Horrath, sieht nicht ohne Grund seine Autorität untergraben, doch neben der Rivalität verbindet die beiden Männer auch Respekt voreinander. Als die Bauingenieurin Kati Klee auf der Baustelle anfängt, verlieben sich beide Männer in sie, doch obwohl Katis mit dem Opportunisten Balla konform geht, gehört ihr Herz dem bereits vergebenen Horrath, von dem sie schwanger wird.
Spur der Steine gibt mehr als 40 Jahre nach seiner Entstehung einen intensiven Einblick in die politischen und menschlichen Konflikte der 60er Jahre in der DDR, teilte aber das Schicksal vieler DEFA Filme, in dem er bis 1989 verboten war.

Abschied von Gestern
Anita flüchtet in den 60er Jahren aus der DDR in den Westen. Dort arbeitet sie als Krankenschwester, begeht einen Diebstahl und wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sie entflieht jedoch ihrer Bewährungshelferin und zieht in eine neue Stadt. Als Vertreterin einer Plattenfirma wird sie die Geliebte ihres Chefs, der sie allerdings auf Druck seiner Frau verlässt und zudem anzeigt. Auch einen Job als Zimmermädchen verliert sie wegen falscher Verdächtigungen. Als sie die Geliebte des Ministerialrats Pichota wird, scheint sich Leben endlich zum Besseren zu wenden.
Ein Klassiker des Neuen Deutschen Kinos, das sich gegen „Papas Kino“ der 50er Jahre aufgelehnt hat und ganz neue Ausdrucksmittel findet.

Wilde Reiter GmbH
Die Komödie „Wilde Reiter GmbH“ war einer der ersten großen Publikumserfolge des jungen deutschen Kinos, ein Popfilm, der die Stimmung in der „Swinging BRD“ Ende der 60er einfängt. Der junge Georg wird in München PR-Manager bei dem Möchte-Gern-Sänger Kim, dem „wilden Reiter“. Mit den wildesten Promotionaktionen und Stunts versucht er auf sich aufmerksam zu machen- und wird zum Darling der Medien. „Wilde Reiter GmbH“ ist ein satirischer Seitenhieb auf das Showbusiness und übereifrige PR-Schaffende.


Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts Vietnam.

Konzert: Gudni Emilsson dirigiert das Vietnam Nati

Konzert: Gudni Emilsson dirigiert das Vietnam National Symphony Orchestra

Gudni Emilsson ist seit vielen Jahren dem Vietnamese National Symphony Orchestra durch zahlreiche Gastdirigate eng verbunden. Für das Deutschlandjahr 2010 erarbeitet er l mit den Hanoiern Musikern zwei neue Programme das unter anderem mit Werken von Schumann und Mendelssohn-Bartholdy, die anschliessend im festlichen Rahmen der Hanoier Oper aufgeführt werden.. Gudni Emilssons Gastdirigate sind Teil einer langjährigen Bemühung des Goethe-Instituts, die Musikausbildung in Vietnam zu fördern und die Beziehungen zu deutschen Institutionen im Musikbereich auszubauen.

Gudni Emilsson ist Preisträger der Herbert von Karajan Stiftung, der Richard Wagner Stiftung und erhielt eine Auszeichnung vom Deutschen Musikrat. Er leitet als Gast-Dirigent zahlreiche Orchester und Ensembles und seine musikalischen Reisen führen ihn auf Festivals und Bühnen der ganzen Welt. Seit 1999 ist er künstlerischer Leiter des Tübinger Kammerorchesters, seit 2005 auch der Camerata Bohemica Prague und leitender Dirigent des neuen Thailand Philharmonic Orchestra in Bangkok

14. +15.03.2010 und 19.+20.06.2010, Hanoi

Kostenlose Tickets für den 14.+15.03. ab sofort im
Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc

Programm am 14.+15.03.2010
Franz Schubert (1797-1828)
Overture D.591, C major „In the Italian Style“
Adagio-Allegro

Wolfgang A. Mozart (1756-1791)
Concerto for Piano and Orchestra in C minor K.491

1) Allegro
2) Larghetto
3) Allegretto

Intermission

Joseph Haydn (1732 -1809)
Symphony No.104 in D Major “London”

1) Adagio – Allegro
2) Andante
3) Menuetto: Allegro
4) Finale: Spirituoso


Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts Vietnam.


Cracking Bamboo

Cracking Bamboo

CRACKING BAMBOO ist ein Festival der Begegnung südostasiatischer und europäischer Musik. Inhaltliches Bindeglied sind die Schlaginstrumente, die wie kaum eine andere Instrumentenfamilie Anschlussmöglichkeiten bieten, die es gestatten, einen Bezug zwischen der abendländischen Musik und den traditionellen außereuropäischen Musiken herzustellen. Schlaginstrumente eröffnen aber auch eine Fülle an Schnittstellen zu Dialogformen mit anderen Künsten. Für Cracking Bamboo 2010 werden deshalb neben Schlagzeugern auch Tänzer, Sänger, Videokünstler und Performancekünstler aus der ganzen Welt eingeladen, die sich in Workshops und Meisterklassen begegnen, austauschen und gemeinsamen arbeiten. Schließlich werden die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit als einmalige Performance auf die Bühne gebracht. Cracking Bamboo war 2008 in Vietnam und der ganzen Region mit mehr als 6.000 Zuschauern, 50 Künstlern aus 20 Ländern ein unvergessliches Erlebnis und wird sicherlich einer der Höhepunkte im Deutschlandjahr 2010 mit Stationen in Hanoi und HCMC.


Hanoi:

22.+23.03.2010, 20:00, im Innenhof des Goethe-Instituts, 56-58 Nguyen Thai Hoc, Eintritt frei, keine Tickets


26.+27.03.2010, 20:00, im Opernhaus Hanoi, 1 Trang Tien
Eintritt frei, Tickets im Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc, Telefon: 04.3734 22 51/52/53, ab Montag, 22.03.2010

HCMC:
03.04.2010, 20:00, im Konservatorium für Musik HCMC, 112 Nguyen Du, Distrikt 1

Eintritt frei, Tickets im Goethe-Institut HCMC, 335/4 Dien Bien Phu, Distrikt 3, Telefon: 08.38326716 (ext. -14), prog@saigon.goethe.org

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.


Internationale Modenschau

Internationale Modenschau


Vor der Kulisse der Deutschen Residenz in Hanoi wird am 16.04 2010 eine interna-tionale Modenschau stattfinden. Das renommierte deutsche Bekleidungsunternehmen VanLaack wird in Zusammenarbeit mit dem weltbekannten Münchener Modelabel Talbot Runhof und dem Modehaus Escada den Zuschauern ausgewählte Stücke der Frühjahrs- und Sommerkollektion 2010 präsentieren. In einer rund einstündigen Vorführung werden vietnamesische Models Damen- und Herrenmode vorführen. Deutschland präsentiert sich damit als wichtiger und attraktiver Modestandort.


16.04.2010, 19:00, Residenz des deutschen Botschafters, 47, Dien Bien Phu, Hanoi

Eine Veranstaltung der Deutschen Botschaft Hanoi mit den Partnern Van Laack, Escada und Talbot Runhof.

Restaurierung des historischen Dorfkerns von Tran

Bis heute ist der historische Dorfkern zentraler Punkt des Lebens von Tran Dang, einem kleinen Ort nahe Hanoi. Versammlungen, Markt und Schutzgeistverehrung konzentrieren sich im und rund um das 700 Jahre alte „Dinh“ (Gemeindehaus), das 1988 durch das vietnamesische Kulturministerium den Status eines geschichtlichen Denkmals erhielt. Das aus Eisenholz gebaute, mit farbigen Schnitzereien und First- und Giebelplastiken aus seltener schwarzer Keramik verzierte Gebäude war durch Schädlingsbefall, Wassereinwirkung und Alterung stark geschädigt. Von 2009 bis 2010 wird es von GCREP Restauratoren in Zusammenarbeit mit dem vietnamesischen Architekten Herrn Ly Truc Dung instand gesetzt. Restauriert werden außerdem die Brücke, Tore, Umfassungsmauer und Nebengebäude des Dinh sowie der Brunnen des historischen Dorfplatzes. Die Einwohner Tran Dangs begleiten das Projekt durch umfangreiche Reinigungs-, Kanalisierungs- und Aufräummaßnahmen. Im Frühjahr 2010 wird im Rahmen des Deutschlandjahres das bis dahin restaurierte bauliche Ensemble feierlich übergeben.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft e.V..

camerata orientis

Konzert: Camerata Orientis

der Name des Ensembles ist eine Hommage an die Florentiner Camerata, eine Gruppe von humanistischen Musikern, Dichtern und Intellektuellen im Florenz der Spätrenaissance. Die Gruppe, die der Mäzen Fürst Giovanni de Bardi um sich versammelte, diskutierte neuere Strömungen in der Kunst und beschäftigte sich speziell damit, sich gegenseitig Musik zu lehren und aufzuführen.

Als Teil der internationalen Dozentenvereinigung der ARTplus Stiftung (mit Sitz in Phnom Penh) spielt das Ensemble eine wichtige Rolle bei der Verbreitung westlicher klassischer Musik in Südostasien.

Das Ensemble ist ein flexibel zusammengesetztes Quintett ohne festes Dirigat, das sich der Aufführung von Kammermusik des Barock und der Frühklassik (17. und 18. Jahrhundert) widmet. Dies sowohl mit Vokal - als auch mit Instrumentalmusik der Zeit.

Das Ensemble kommt zu Meisterkursen und Konzert ins Konservatorium nach Ho Chi Minh City vom 19.-24.04.

Konzert am 23.04. im Konservatorium HCMC
Gesangs-Meisterstücke von Georg Friedrich Händel (1685-1759)
9 Deutsche Arien (HWV 202-210)
Cantata“ Nel dolce dell’ oblio” (HWV134)
Sonata a Tre op.2/1 (HWV386)


Ausführende Musiker:
Anton Isselhardt, Querflöte (BRD)
Markus Gunderman, Violine (BRD)
Nam-Joo Lee, Sopran (Korea)
Hye-Jin Lee, Klavier (Korea)
Vladimir Stoyanov, Fagott (Bulgarien)


23.04.2010, 20:00
Music Conservatory HCMC, 112 Nguyen Du, Quan 1


Freie Tickets ab dem 19.04.2010 im Goethe-Institut HCMC, Dien Bien Phu 335/4, Distrikt 3, Telefon: 08.38326716 (ext.-14), prog@saigon.goethe.org

Deutsches Filmfestival Vietnam

5 Städte, mehr als 50 Vorführungen und das erfolgreichste und aktuellste an Filmen, was das deutsche Kino zu bieten hat: das Deutsche Filmfestival 2010 bringt Deutschland auf die Leinwände Vietnams. Lange nicht mehr haben deutsche Filme eine solche Aufmerksamkeit erregt, so viele Preise gewonnen, gab es so viele internationale Produktionen mit deutscher Beteiligung. In den Wettbewerben der großen Filmfestivals hat das deutsche Kino wieder einen Stammplatz gefunden.

Das deutsche Filmfestival möchte im Deutschlandjahr 2010 die Möglichkeit geben den aktuellen deutschen Film besser kennen zu lernen und über die Leinwand so auch einen Blick auf das heutige Deutschland zu werfen. Dazu präsentieren wir eine Auswahl deutscher Filme, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus das Publikum begeistert haben, auf den Filmfestspielen in Berlin, bei den Oscars und auf unzähligen Festivals und in Kinosälen weltweit. 

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Hanoi
Veranstaltungsort
National Cinema Center
87 Láng Hạ, Ba Đình
Kostenlose Eintrittskarten im
Goethe-Institut Hanoi
56-58 Nguyễn Thái Học
Tel. (04) 37 34 22 51 (ext. 9)

05.05
19:00 Empfang
20:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

06.05
20:00 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
20:00 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

07.05
20:00 John Rabe
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel
20:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation

08.05
20:00 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
20:00 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

09.05
20:00 Krabat
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
20:00 John Rabe
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation



Hai Phong
Veranstaltungsort
Rạp 1.5 / Cinema 1.5
55 Hoàng Văn Thụ
Tel. (031) 381 0294
Kostenlose Eintrittskarten im
Rạp 1.5 / Cinema 1.5
55 Hoàng Văn Thụ

14.05
19:30 Empfang
20:00 John Rabe

15.05
15:30 Lila, Lila
20:00 Kirschblüten Hanami

16.05
15:30 Krabat
20:00 Same Same but Different

17.05
15:30 Kirschblüten Hanami
20:00 Lila, Lila

18.05
15:30 John Rabe
20:00 Same Same but Different

Originalsprache Deutsch, vietnamesische Synchronisation


Da Nang
Veranstaltungsort
Rạp Lê Độ / Le Do Cinema
46 Trần Phú, Hải Châu
Tel. (0511) 364 7173
Kostenlose Eintrittskarten im
Trung tâm Phát hành Phim
và Chiếu bóng Đà Nẵng
82 Trần Phú, Hải Châu
Tel. (0511) 382 3284
Rạp Lê Độ / Le Do Cinema
46 Trần Phú, Hải Châu


21.05
19:00 Empfang
19:30 John Rabe

22.05
17:00 Lila, Lila
19:30 Kirschblüten Hanami

23.05
17:00 Krabat
19:30 Same Same but Different

24.05
17:00 Kirschblüten Hanami
19:30 Lila, Lila

25.05
17:00 John Rabe
19:30 Same Same but Different

Originalsprache Deutsch, vietnamesische Synchronisation


Ho Chi Minh City
Veranstaltungsort
Rạp Lotte Diamond / Lotte Cinema Diamond
Tầng 13, Diamond Plaza, 34 Lê Duẩn, Quận 1
Tel. (08) 382 27897
Kostenlose Eintrittskarten im
Goethe-Institut HCMC
18 Đường số 1, Cư xá Đô Thành, Phường 4, Quận 3
Tel. (08) 383 26716 (ext. 14)
Rạp Lotte Diamond / Lotte Cinema Diamond
Tầng 13, Diamond Plaza, 34 Lê Duẩn, Quận 1

28.05
18:00 Empfang
18:45 John Rabe
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

29.05
18:45 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel
21:00 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation

30.05
18:45 Krabat
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
21:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

31.05
18:45 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel
21:00 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation

01.06
18:45 John Rabe
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
21:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation


Can Tho
Veranstaltungsort
Nhà hát Tây Đô / Tay Do Theatre
105 Trần Hưng Đạo
Kostenlose Eintrittskarten im
Công Ty Cổ Phần Điện Ảnh Cần Thơ
80 Phan Đình Phùng
Tel. (0710) 382 3625
Fax. (0710) 382 9262
Quầy vé Nhà hát Tây Đô
Ticket counter, Tay Do Theatre
105 Trần Hưng Đạo

04.06
19:00 Empfang
19:30 John Rabe

05.06
19:30 Kirschblüten Hanami

06.06
18:30 Krabat

07.06
19:30 Lila, Lila

08.06
19:30 Same Same but Different

Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation


John Rabe (2009)
Regie: Florian Gallenberger
Spielfilm, 134’
Darsteller : Ulrich Tukur, Daniel Brühl, Steve Buscemi, Zhang Jingchu

Nanking, China, 1937. Die Japaner greifen die Stadt genau an dem Abend an, an dem der deutsche Kaufmann John Rabe seinen Abschied nach 30 Jahren Arbeit in China feiert. Seine Frau schickt er zurück nach Europa, selbst bleibt er in der belagerten Stadt. Mit einer Gruppe Exilanten errichtet er eine Schutzzone, in die sich in kürzester Zeit hunderttausende Menschen flüchten, während die Japaner draussen mit äußerster Brutalität gegen Zivilisten
vorgehen. Doch bald verschlechtern sich die Bedingungen in der Schutzzone drastisch und Rabe muss für das Leben von mehr als 200.000 Menschen kämpfen.
Unter der Regie des Oscar-Preisträgers Florian Gallenberg entstand eine mitreißende und einfühlsame Erzählung eines widersprüchlichen Helden, der in China als “lebender Buddha” verehrt wird.

Kirschblüten – Hanami (2008)
Regie: Doris Dörrie
Spielfilm, 127’
Darsteller: Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Aya Irizuki

Rudi und Trudi. Sie wäre gerne Tänzerin im japanischen Butoh-Tanz geworden, hat es aber noch nicht mal nach Japan geschafft, er ist Beamter, der seine Freizeit am liebsten in Ruhe zu Hause verbringt. Rudi und Trudi sind nun alt, Vertrautheit, aber auch
Gleichförmigkeit prägen ihre Ehe. Als Trudi erfährt, dass Rudi nicht mehr lange zu leben hat, verheimlicht sie ihr Wissen vor ihm und drängt ihn zum Besuch der Kinder. Die Reise wird eine
Enttäuschung, die beiden fahren weiter zum Meer, wo allerdings nicht Rudi sondern Trudi eines Morgens nicht mehr aufwacht. Rudi ist nun allein, und beschliesst zum Sohn nach Japan zu reisen. Er wagt den Sprung ins Unbekannte, und beginnt sich selbst zu
entdecken und dadurch auch Trudi, deren Träume er auslebt und die ihm näher rückt als in ihrer langen Ehe. Kirschblüten – Hanami war Wettbewerbsbeitrag bei der Berlinale 2008.

Krabat (2008)
Regie: Marco Kreuzpaintner
Spielfilm, 120’
Darsteller: David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober

Deutschland im 17. Jahrhundert. Eine Stimme im Traum lockt den Waisenjungen Krabat in eine geheimnisumwitterte Mühle. Vom Meister wird er als Lehrling aufgenommen und lernt fortan nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die Macht der schwarzen Magie. Doch der Preis dafür ist hoch: jedes Jahr wird ein Lehrling dem Gevatter Tod geopfert, damit der Meister weiterleben kann. Als sich Krabat verliebt, riskiert er sein Leben, denn das Einzige, das der Meister fürchtet ist die Liebe.
Kreuzpaintners Verfilmung von Otfried Preußlers berühmter
Erzählung über Verführung, Liebe, Hass und Tod lief auf der
Berlinale 2008 und erhielt den Bayrischen Filmpreis in der Kategorie “Kinder- und Jugendfilm”.

Lila, Lila (2009)
Regie: Alain Gsponer
Spielfilm, 108’
Darsteller: Daniel Brühl, Hannah Herzsprung, Henry Hübchen

David Kern hat gerade einen Bestsellerroman veröffentlicht, der ihm nicht nur eine Menge Ruhm und Anerkennung einbringt, sondern auch die schöne Marie wird endlich auf ihn aufmerksam. Leider ist David gar nicht der Autor des Buches. Er hat lediglich ein Manuskript in einem alten Nachttisch vom Trödler gefunden und dieses abgetippt. Um der Literaturstudentin Marie zu imponieren, gab er es ihr zu lesen und die schickte es heimlich zur
Veröffentlichung an einen Verlag. Wirklich heikel wird die ganze Situation, als Jacky, ein Herumtreiber im mittleren Alter, bei einer Autogrammstunde auftaucht und behauptet der wahre Autor des Buches zu sein.
Lila, Lila ist die Verfilmung von Martin Suters gleichnamigen Roman, der mit Witz und Leichtigkeit den schönen Schein der
Literaturszene aufdeckt.

Same Same but Different (2010)
Regie: Detlev Buck
Spielfilm, 107’
Darsteller: David Kross, Apinya Sakuljaroensukv

Der junge Ben reist als Backpacker zum ersten Mal durch Asien, Phnom Penh erscheint wie das Paradies. Er und sein Freund leben das typische Traveller-Leben: Tagsüber in Hängematten schlafen und nachts durch die Clubs der Stadt ziehen. In einer Bar trifft er Sreykeo, sie flirten und verbringen eine Nacht miteinander. Doch zurück im deutschen Alltag meldet sich Sreykeo bei Ben: sie hat Aids, und
plötzlich ist alles anders. Ben muss sich entscheiden. Er reist zurück nach Kambodscha und eine deutsch-asiatische Liebesgeschichte beginnt.
Same Same but different ist ein anrührend-intensiver
Liebesfilm, der auf der wahren Geschichte des deutschen
Journalisten Benjamin Prüfer beruht. Dargestellt wird Ben von
David Kross, der international durch “Der Vorleser” bekannt wurde.


Die Audioslideshow: Kulturerhalt in Vietnam — Eine

Überall auf der Erde gibt es kulturelle Schätze, die es zu erhalten gilt. Kein Land schafft das allein. Es bedarf der Anstrengungen vieler, um Fachkräfte und finanzielle Mittel zu bündeln. Das gilt auch für Vietnam mit seiner von Kolonialismus, Kriegen und Zerstörung gekennzeichneten Geschichte, die viele Denkmäler und Ensembles jahrzehntelang außer Acht ließ.

Die Audioslideshow „Kulturerhalt in Vietnam“ zeigt an drei schönen Tatorten, dass sich hier eine Wende vollzogen hat. Durch eine DVD erfährt der Betrachter, wie Vietnamesen und Deutsche gemeinsam Kulturdenkmälern neues Leben einhauchen. Die Decken- und Wandmalereien im An Dinh Palais zu Hué wurden ebenso fachgerecht konserviert und restauriert wie das Eingangstor und die Geisterblende am nahe gelegenen Grabmal des Kaisers Tu Duc. Beide Projekte waren gekoppelt mit der Ausbildung von dringend benötigten einheimischen Restauratoren durch die Fachleute der German Conservation Restoration & Education Projects (GCREP). Mit der Instandsetzung und Restaurierung des Ortskerns von Tran Dang nahe Hanoi gelang ein drittes Projekt, das sich direkt im dörflichen Leben abspielt.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes e.V.


06.05.2010, hanoi, goethe institut, 56-58 NGUYEN thai hoc


Publikation: An Dinh Palais — Hués verborgener Sch

Khai Dinh, Vietnams vorletzter Kaiser, ließ das An Dinh Palais von 1916 bis 1918 in der alten Kaiserstadt Hué errichten. Das Gebäude mit seinen kunsthistorisch wichtigen Decken- und Wandmalereien durchlebte die wechselvolle Geschichte des Landes in einer Art Dornröschenschlaf, bis es 2003 von den Restauratoren der späteren German Conservation Restoration & Education Projects (GCREP) entdeckt und zur Initialzündung ihrer Arbeit in Südostasien wurde.

Die Publikation zeigt in prächtigen Bildern und dokumentiert vielschichtig, wie am stark geschädigten Interieur dieses UNESCO Weltkulturerbes alter Glanz zu neuem Leben erweckt wurde. Gleichzeitig wird man Zeuge, wie die deutschen Fachleute im Rahmen eines interkulturellen Schulungsprojektes junge Vietnamesen per „Training on the Job“ zu neuen, dringend benötigten Restauratoren ausbildeten. So trägt diese Dokumentation dazu bei, dass die jahrzehntelang verborgenen Schätze des An Dinh Palais nun wieder ihren Platz im Leben des Landes einnehmen.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes e.V.


06.05.2010, hanoi, goethe institut, 56-58 NGUYEN thai hoc


60 Jahre Deutsches Kino Mai

60 Jahre Deutsches Kino

Die Deutsche Kinogeschichte nach dem zweiten Weltkrieg hat viele Wendungen genommen. Die Unterhaltungsfilme der 50er Jahre zeigen deutlich westdeutsche Befindlichkeiten nach dem Krieg, die jüngste deutsche Geschichte sollte über heilen Bergpanoramen und romantischen Liebesgeschichten vergessen werden. Doch in den 60ern begehrte eine junge Gruppe Filmschaffender gegen das althergebrachte Kino auf, sie wollten ein radikales neues Kino, das jeglichen kommerziellen Interessen entgegenstand. Aus dieser Bewegung kommen Schlöndorff, Herzog, Wenders und Fassbinder, die den deutschen Film in den 70er Jahren auch international wieder rehabilitierten. Der Neue Deutsche Film war dabei im Ausland oft früher anerkannt als in der Heimat. Nach einer Zeit der Komödien und Genrefilme konnte das Deutsche Kino im neuen Jahrtausend auch international wieder überzeugen: Oscar für Nirgendwo in Afrika und Das Leben der Anderen, Goldener Bär bei den Berliner Filmfestspielen für Fatih Akins Gegen die Wand und deutliche Präsenz bei den großen Filmfestivals dieser Welt.

Der deutsche Film hat eine bewegte Zeit hinter sich, auf die im Deutschlandjahr zurückgeschaut werden soll. Jeder zweite Monat ist einem Kino-Jahrzehnt gewidmet, epochen- und stilprägende Filme werden gezeigt, Filme, über die man gesprochen hat, die schockiert und begeistert haben und wegweisend für das deutsche Kino in West und auch Ostdeutschland waren.
Die Reihe wird begleitet von Regisseuren und Filmschaffenden.

Januar, März, Mai, Juni, September, November 2010, GI Hanoi

Epoche 1959-1968: 15.-21.03.2010
ab sofort kostenlose Tickets im Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc

15.03., 19:30 Rosen für den Staatsanwalt (Director: Wolfgang Staudte)

16.03., 19:30 Und deine Liebe auch (Director: Frank Vogel)

17.03., 19:30 Der geteilte Himmel (Director: Konrad Wolf)

18.03., 19:30 Das Kaninchen bin ich (Director: Kurt Maetzig)

19.03., 19:30 Spur der Steine (Director: Frank Beyer)

20.03., 19:30 Abschied von Gestern (Director: Alexander Kluge)

21.03., 19:30 Wilde Reiter GmbH (Franz-Josef Spieker)

Rosen für den Staatsanwalt
Auf Grund eines Vermeintlichen Diebstals wird der Soldat Kleinschmidt vor das deutsche Kriegsgericht unter Anklage von Richter Schramm geführt und zum Tode verurteilt. Doch durch einen Bombenangriff entkommt Kleinschmidt in letzter Sekunde der Hinrichtung.
Einige Jahre später nach Kriegsende kreuzen sich die Wege des Richters und des Entkommenen als Kleinschmidt in seine Heimatstadt zurückkehrt. Dort arbeitet Schramm als Oberstaatsanwalt und hält seine nationalistische Gesinnung und Vergangenheit gut unter Verschluss.
Diesen beunruhigt Kleinschmidts Anwesenheit sehr, da er befürchtet seine NS-Vergangenheit könnte aufgedeckt werden. Mit allen Mitteln versucht Schramm Kleinschmidt aus der Stadt zu verdrängen. Wieder geschieht ein Diebstahl dessen Prozess von Schramm geführt wird, doch nun droht seine Fassade zu bröckeln.


Und Deine Liebe auch
Berlin 1961. Klaus und Ulli, zwei Stiefbrüder wie sie gegensätzlicher nicht sein können, schwärmen für dasselbe Mädchen, Eva. Klaus, Lebemann und Draufgänger, verdient gutes Geld als Taxifahrer in Westberlin. Der nachdenklichere und introvertierte Ulli dagegen arbeitet in Ostberlin als Elektromonteur in der Glühbirnenfabrik. Eva entscheidet sich zunächst für Klaus, der ihr ein sorgenloses unbeschwertes Leben verspricht. Doch als nach dem 13. August der Weg nach Westberlin zur Arbeit für Klaus durch die Mauer versperrt ist und der bewaffnete Ulli ihn vom Überqueren hindern will, muss sich Eva endgültig entscheiden, wen sie wirklich liebt, zu wem sie gehört.

»...und deine Liebe auch« ist der erste Film aus der ehemaligen DDR, der den Mauerbau thematisiert, und dennoch durch das feinfühlige genaue Einfangen der besonderen Atmosphäre und Stimmung, die im Sommer 1961 in Berlin herrschten, beineindruckt.

Der geteilte Himmel
„Der geteilte Himmel“, nach dem bekannten Roman von Christa Wolf, ist eine tragische Liebesgeschichte im Zeichen der deutsch-deutschen Teilung. Rita und Manfred sind frisch verliebt. Doch ihre so unterschiedlichen politischen Ansichten über die beiden deutschen Staaten stellt die junge Liebe auf eine harte Probe. Als Manfred die DDR verlässt und in den Westen geht, muss sich Rita entscheiden.
„Der geteilte Himmel“ wurde kurz nach seiner Premiere in der ehemaligen DDR von der Zensur verboten, fängt aber wie kaum ein anderer Film die zwischen Lähmung und Aufbruch wechselnde Atmosphäre der Zeit der deutsch-deutschen Trennung ein.

Das Kaninchen bin ich
Maria, eine selbstbewusste, junge Frau in Ostdeutschland, darf nicht studieren, weil ihr Bruder wegen „staatsgefährdender Hetze“ im Gefängnis sitzt. Stattdessen verdient sie ihr Geld als Kellnerin. Sie verliebt sich in den älteren Paul, muss aber herausfinden dass er der Richter ist, der ihren Bruder unter dubiosen Umständen verurteilt hat. Maria gerät in einen inneren Konflikt, und versucht Liebe und das Schicksal ihres Bruders zu trennen, bis sie Pauls wahres Gesicht kennen lernt.
Der Film war in der DDR bis 1990 verboten, da er sich kritisch mit dem Justizsystem des Landes auseinandersetzt.

Spur der Steine
Auf einer Grossbaustelle arbeitet der Brigadier Hannes Balla mit seiner Truppe. Seine Arbeit wird geschätzt, er schuftet mehr als alle anderen, aber er lässt sich in kein Korsett zwingen, säuft, rauft und nimmt sich viele Freiheiten. Der neue Parteisekretär auf der Baustelle, Horrath, sieht nicht ohne Grund seine Autorität untergraben, doch neben der Rivalität verbindet die beiden Männer auch Respekt voreinander. Als die Bauingenieurin Kati Klee auf der Baustelle anfängt, verlieben sich beide Männer in sie, doch obwohl Katis mit dem Opportunisten Balla konform geht, gehört ihr Herz dem bereits vergebenen Horrath, von dem sie schwanger wird.
Spur der Steine gibt mehr als 40 Jahre nach seiner Entstehung einen intensiven Einblick in die politischen und menschlichen Konflikte der 60er Jahre in der DDR, teilte aber das Schicksal vieler DEFA Filme, in dem er bis 1989 verboten war.

Abschied von Gestern
Anita flüchtet in den 60er Jahren aus der DDR in den Westen. Dort arbeitet sie als Krankenschwester, begeht einen Diebstahl und wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sie entflieht jedoch ihrer Bewährungshelferin und zieht in eine neue Stadt. Als Vertreterin einer Plattenfirma wird sie die Geliebte ihres Chefs, der sie allerdings auf Druck seiner Frau verlässt und zudem anzeigt. Auch einen Job als Zimmermädchen verliert sie wegen falscher Verdächtigungen. Als sie die Geliebte des Ministerialrats Pichota wird, scheint sich Leben endlich zum Besseren zu wenden.
Ein Klassiker des Neuen Deutschen Kinos, das sich gegen „Papas Kino“ der 50er Jahre aufgelehnt hat und ganz neue Ausdrucksmittel findet.

Wilde Reiter GmbH
Die Komödie „Wilde Reiter GmbH“ war einer der ersten großen Publikumserfolge des jungen deutschen Kinos, ein Popfilm, der die Stimmung in der „Swinging BRD“ Ende der 60er einfängt. Der junge Georg wird in München PR-Manager bei dem Möchte-Gern-Sänger Kim, dem „wilden Reiter“. Mit den wildesten Promotionaktionen und Stunts versucht er auf sich aufmerksam zu machen- und wird zum Darling der Medien. „Wilde Reiter GmbH“ ist ein satirischer Seitenhieb auf das Showbusiness und übereifrige PR-Schaffende.


Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts Vietnam.

Lichtinstallation Herbert Cybulska

Lichtinstallation Herbert Cybulska

„Richard Kelly, einer der Väter der Lichtgestaltung in der Architektur, nennt neben ausreichender Helligkeit und Akzentuierung "play of brilliants" als drittes Kriterium für gute Lichtgestaltung - und zielt auf solche Lichtspiele ab, die ein Extra sind, ein Luxus, die Freude machen und eine Gestaltung abrunden. Eine solche Freude bringe ich in das Goethe Institut nach Hanoi - vor das Institut, denn sie soll auch nach außen abstrahlen.“(Herbert Cybulska)

Der Lichtgestalter Herbert Cybulska wird auf dem Außengelände des Goethe-Instituts verschiedenfarbige Lichtkuben installieren, die als Lichtakzente und Lichtklänge im Raum wirken werden. Diese werden sobald es dunkel wird das Institut in neuem Licht erstrahlen lassen.

Herbert Cybulska arbeitet seit 25 Jahren als Freiberuflicher Licht-Designer und war unter anderem für die Beleuchtung des Kulturprogramms im deutschen Pavillon auf der EXPO 2000 verantwortlich.

28.04.2010, 18:00 im Goethe-Institut Hanoi

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam
Neuer Tanz: Meg Stuart

Meg Stuart gilt als eine der Schlüsselfiguren in der internationalen zeitgenössischen Tanzszene. Nach Ausbildung und Anfängen in New York ist ihre Arbeitsbasis mittlerweile Europa, seit 2003 arbeitet sie eng mit der Schaubühne in Berlin zusammen. Bei ihren Choreographien schöpft sie aus dem Bewegungsreservoir des Alltäglichen und begründet damit eine ganz neue Ästhetik des Tanzes.

Für das Deutschlandjahr 2010 ist sie in Hanoi und Ho Chi Minh City mit ihrem Werk „Maybe Forever“ zu Gast. Das atmosphärisch dichte und tief berührende „Maybe Forever“ wird live von Nicko Hafkenscheids Gitarrengrooves begleitet. Während er von Liebe und Sehnsucht singt, begegnen sich die Tänzer Meg Stuart und Philipp Gehmacher real auf der Bühne. Nach dem Ende der Liebe bleibt ihnen nur der Schmerz der Erinnerung und der wahnsinnige irrationale Wunsch, 
die Intimität und Nähe ihrer Beziehung wieder herzustellen. Beide Künstler sind bekannt für die kritische Auseinandersetzung mit dem entfremdeten Körper: Zum Berühren nah und doch so weit entfernt voneinander, versuchen sie, in einer Umarmung zusammen zu kommen.

06.2010, Hanoi und HCMC

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Fotografieausstellung im An Dinh Palais, Hué

Fotografieausstellung: Nora Bibel und Marei Wenzel
07.06.-13.06.2010, An Dinh Palais, Hué, Vietnam
Eröffnung 06.06.2010 15 Uhr
Künstlergespräch 10.06.2010 15 Uhr


Der An Dinh Palais in Hué wurde im April 2009 von Marei Wenzel und Nora
Bibel für die Publikation "An Dinh Palais - Hués verborgener Schatz"
fotografiert, die zum Deutschland-Jahr in Vietnam präsentiert wird. Zum
Erscheinen des Buches zeigen die beiden Künstlerinnen im An Dinh Palais eine
Ausstellung freier Arbeiten, die sich mit Vietnam beschäftigen.


Marei Wenzel wird in der Ausstellung ihre Arbeit "Mok Mok - Challenging
Livelihoods in Vietnam" zeigen, die sich mit den schnell verändernden
Lebensbedingungen und -umständen der Vietnamesen aufgrund des aggressiven
Klimas in ihrem Land auseinandersetzt.


Nora Bibels Arbeit "Heimat" erzählt von Rückkehrern, Vietnamesen, die über
Jahre ihre Heimat verlassen hatten, um in Deutschland zu leben, nun aber
wieder nach Vietnam zurückgekehrt sind. Die Fotografien zeigen Spuren von
Heimat zwischen den beiden Kulturen.


07.06.-13.06.2010, An Dinh Palais, Hué, Vietnam


Die Ausstellung wird finanziert vom Institut für Auslandsbeziehungen.
Eine Veranstaltung des German Conservation Restoration & Education
Projects.

Deutsches Filmfestival Vietnam

5 Städte, mehr als 50 Vorführungen und das erfolgreichste und aktuellste an Filmen, was das deutsche Kino zu bieten hat: das Deutsche Filmfestival 2010 bringt Deutschland auf die Leinwände Vietnams. Lange nicht mehr haben deutsche Filme eine solche Aufmerksamkeit erregt, so viele Preise gewonnen, gab es so viele internationale Produktionen mit deutscher Beteiligung. In den Wettbewerben der großen Filmfestivals hat das deutsche Kino wieder einen Stammplatz gefunden.

Das deutsche Filmfestival möchte im Deutschlandjahr 2010 die Möglichkeit geben den aktuellen deutschen Film besser kennen zu lernen und über die Leinwand so auch einen Blick auf das heutige Deutschland zu werfen. Dazu präsentieren wir eine Auswahl deutscher Filme, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus das Publikum begeistert haben, auf den Filmfestspielen in Berlin, bei den Oscars und auf unzähligen Festivals und in Kinosälen weltweit. 

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Hanoi
Veranstaltungsort
National Cinema Center
87 Láng Hạ, Ba Đình
Kostenlose Eintrittskarten im
Goethe-Institut Hanoi
56-58 Nguyễn Thái Học
Tel. (04) 37 34 22 51 (ext. 9)

05.05
19:00 Empfang
20:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

06.05
20:00 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
20:00 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

07.05
20:00 John Rabe
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel
20:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation

08.05
20:00 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
20:00 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

09.05
20:00 Krabat
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
20:00 John Rabe
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation



Hai Phong
Veranstaltungsort
Rạp 1.5 / Cinema 1.5
55 Hoàng Văn Thụ
Tel. (031) 381 0294
Kostenlose Eintrittskarten im
Rạp 1.5 / Cinema 1.5
55 Hoàng Văn Thụ

14.05
19:30 Empfang
20:00 John Rabe

15.05
15:30 Lila, Lila
20:00 Kirschblüten Hanami

16.05
15:30 Krabat
20:00 Same Same but Different

17.05
15:30 Kirschblüten Hanami
20:00 Lila, Lila

18.05
15:30 John Rabe
20:00 Same Same but Different

Originalsprache Deutsch, vietnamesische Synchronisation


Da Nang
Veranstaltungsort
Rạp Lê Độ / Le Do Cinema
46 Trần Phú, Hải Châu
Tel. (0511) 364 7173
Kostenlose Eintrittskarten im
Trung tâm Phát hành Phim
và Chiếu bóng Đà Nẵng
82 Trần Phú, Hải Châu
Tel. (0511) 382 3284
Rạp Lê Độ / Le Do Cinema
46 Trần Phú, Hải Châu


21.05
19:00 Empfang
19:30 John Rabe

22.05
17:00 Lila, Lila
19:30 Kirschblüten Hanami

23.05
17:00 Krabat
19:30 Same Same but Different

24.05
17:00 Kirschblüten Hanami
19:30 Lila, Lila

25.05
17:00 John Rabe
19:30 Same Same but Different

Originalsprache Deutsch, vietnamesische Synchronisation


Ho Chi Minh City
Veranstaltungsort
Rạp Lotte Diamond / Lotte Cinema Diamond
Tầng 13, Diamond Plaza, 34 Lê Duẩn, Quận 1
Tel. (08) 382 27897
Kostenlose Eintrittskarten im
Goethe-Institut HCMC
18 Đường số 1, Cư xá Đô Thành, Phường 4, Quận 3
Tel. (08) 383 26716 (ext. 14)
Rạp Lotte Diamond / Lotte Cinema Diamond
Tầng 13, Diamond Plaza, 34 Lê Duẩn, Quận 1

28.05
18:00 Empfang
18:45 John Rabe
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

29.05
18:45 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel
21:00 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation

30.05
18:45 Krabat
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
21:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel

31.05
18:45 Kirschblüten Hanami
Originalsprache deutsch, englische und vietnamesische Untertitel
21:00 Lila, Lila
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation

01.06
18:45 John Rabe
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation
21:00 Same Same but Different
Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation


Can Tho
Veranstaltungsort
Nhà hát Tây Đô / Tay Do Theatre
105 Trần Hưng Đạo
Kostenlose Eintrittskarten im
Công Ty Cổ Phần Điện Ảnh Cần Thơ
80 Phan Đình Phùng
Tel. (0710) 382 3625
Fax. (0710) 382 9262
Quầy vé Nhà hát Tây Đô
Ticket counter, Tay Do Theatre
105 Trần Hưng Đạo

04.06
19:00 Empfang
19:30 John Rabe

05.06
19:30 Kirschblüten Hanami

06.06
18:30 Krabat

07.06
19:30 Lila, Lila

08.06
19:30 Same Same but Different

Originalsprache deutsch, vietnamesische Synchronisation


John Rabe (2009)
Regie: Florian Gallenberger
Spielfilm, 134’
Darsteller : Ulrich Tukur, Daniel Brühl, Steve Buscemi, Zhang Jingchu

Nanking, China, 1937. Die Japaner greifen die Stadt genau an dem Abend an, an dem der deutsche Kaufmann John Rabe seinen Abschied nach 30 Jahren Arbeit in China feiert. Seine Frau schickt er zurück nach Europa, selbst bleibt er in der belagerten Stadt. Mit einer Gruppe Exilanten errichtet er eine Schutzzone, in die sich in kürzester Zeit hunderttausende Menschen flüchten, während die Japaner draussen mit äußerster Brutalität gegen Zivilisten
vorgehen. Doch bald verschlechtern sich die Bedingungen in der Schutzzone drastisch und Rabe muss für das Leben von mehr als 200.000 Menschen kämpfen.
Unter der Regie des Oscar-Preisträgers Florian Gallenberg entstand eine mitreißende und einfühlsame Erzählung eines widersprüchlichen Helden, der in China als “lebender Buddha” verehrt wird.

Kirschblüten – Hanami (2008)
Regie: Doris Dörrie
Spielfilm, 127’
Darsteller: Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Aya Irizuki

Rudi und Trudi. Sie wäre gerne Tänzerin im japanischen Butoh-Tanz geworden, hat es aber noch nicht mal nach Japan geschafft, er ist Beamter, der seine Freizeit am liebsten in Ruhe zu Hause verbringt. Rudi und Trudi sind nun alt, Vertrautheit, aber auch
Gleichförmigkeit prägen ihre Ehe. Als Trudi erfährt, dass Rudi nicht mehr lange zu leben hat, verheimlicht sie ihr Wissen vor ihm und drängt ihn zum Besuch der Kinder. Die Reise wird eine
Enttäuschung, die beiden fahren weiter zum Meer, wo allerdings nicht Rudi sondern Trudi eines Morgens nicht mehr aufwacht. Rudi ist nun allein, und beschliesst zum Sohn nach Japan zu reisen. Er wagt den Sprung ins Unbekannte, und beginnt sich selbst zu
entdecken und dadurch auch Trudi, deren Träume er auslebt und die ihm näher rückt als in ihrer langen Ehe. Kirschblüten – Hanami war Wettbewerbsbeitrag bei der Berlinale 2008.

Krabat (2008)
Regie: Marco Kreuzpaintner
Spielfilm, 120’
Darsteller: David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober

Deutschland im 17. Jahrhundert. Eine Stimme im Traum lockt den Waisenjungen Krabat in eine geheimnisumwitterte Mühle. Vom Meister wird er als Lehrling aufgenommen und lernt fortan nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die Macht der schwarzen Magie. Doch der Preis dafür ist hoch: jedes Jahr wird ein Lehrling dem Gevatter Tod geopfert, damit der Meister weiterleben kann. Als sich Krabat verliebt, riskiert er sein Leben, denn das Einzige, das der Meister fürchtet ist die Liebe.
Kreuzpaintners Verfilmung von Otfried Preußlers berühmter
Erzählung über Verführung, Liebe, Hass und Tod lief auf der
Berlinale 2008 und erhielt den Bayrischen Filmpreis in der Kategorie “Kinder- und Jugendfilm”.

Lila, Lila (2009)
Regie: Alain Gsponer
Spielfilm, 108’
Darsteller: Daniel Brühl, Hannah Herzsprung, Henry Hübchen

David Kern hat gerade einen Bestsellerroman veröffentlicht, der ihm nicht nur eine Menge Ruhm und Anerkennung einbringt, sondern auch die schöne Marie wird endlich auf ihn aufmerksam. Leider ist David gar nicht der Autor des Buches. Er hat lediglich ein Manuskript in einem alten Nachttisch vom Trödler gefunden und dieses abgetippt. Um der Literaturstudentin Marie zu imponieren, gab er es ihr zu lesen und die schickte es heimlich zur
Veröffentlichung an einen Verlag. Wirklich heikel wird die ganze Situation, als Jacky, ein Herumtreiber im mittleren Alter, bei einer Autogrammstunde auftaucht und behauptet der wahre Autor des Buches zu sein.
Lila, Lila ist die Verfilmung von Martin Suters gleichnamigen Roman, der mit Witz und Leichtigkeit den schönen Schein der
Literaturszene aufdeckt.

Same Same but Different (2010)
Regie: Detlev Buck
Spielfilm, 107’
Darsteller: David Kross, Apinya Sakuljaroensukv

Der junge Ben reist als Backpacker zum ersten Mal durch Asien, Phnom Penh erscheint wie das Paradies. Er und sein Freund leben das typische Traveller-Leben: Tagsüber in Hängematten schlafen und nachts durch die Clubs der Stadt ziehen. In einer Bar trifft er Sreykeo, sie flirten und verbringen eine Nacht miteinander. Doch zurück im deutschen Alltag meldet sich Sreykeo bei Ben: sie hat Aids, und
plötzlich ist alles anders. Ben muss sich entscheiden. Er reist zurück nach Kambodscha und eine deutsch-asiatische Liebesgeschichte beginnt.
Same Same but different ist ein anrührend-intensiver
Liebesfilm, der auf der wahren Geschichte des deutschen
Journalisten Benjamin Prüfer beruht. Dargestellt wird Ben von
David Kross, der international durch “Der Vorleser” bekannt wurde.


Die Audioslideshow: Kulturerhalt in Vietnam — Eine

Überall auf der Erde gibt es kulturelle Schätze, die es zu erhalten gilt. Kein Land schafft das allein. Es bedarf der Anstrengungen vieler, um Fachkräfte und finanzielle Mittel zu bündeln. Das gilt auch für Vietnam mit seiner von Kolonialismus, Kriegen und Zerstörung gekennzeichneten Geschichte, die viele Denkmäler und Ensembles jahrzehntelang außer Acht ließ.

Die Audioslideshow „Kulturerhalt in Vietnam“ zeigt an drei schönen Tatorten, dass sich hier eine Wende vollzogen hat. Durch eine DVD erfährt der Betrachter, wie Vietnamesen und Deutsche gemeinsam Kulturdenkmälern neues Leben einhauchen. Die Decken- und Wandmalereien im An Dinh Palais zu Hué wurden ebenso fachgerecht konserviert und restauriert wie das Eingangstor und die Geisterblende am nahe gelegenen Grabmal des Kaisers Tu Duc. Beide Projekte waren gekoppelt mit der Ausbildung von dringend benötigten einheimischen Restauratoren durch die Fachleute der German Conservation Restoration & Education Projects (GCREP). Mit der Instandsetzung und Restaurierung des Ortskerns von Tran Dang nahe Hanoi gelang ein drittes Projekt, das sich direkt im dörflichen Leben abspielt.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes e.V.


06.06.2010 / HUÉ / AN DINH PALAIS / CUNG AN DINH, 150 NGUYEN HUE


Publikation: An Dinh Palais — Hués verborgener Sch

Khai Dinh, Vietnams vorletzter Kaiser, ließ das An Dinh Palais von 1916 bis 1918 in der alten Kaiserstadt Hué errichten. Das Gebäude mit seinen kunsthistorisch wichtigen Decken- und Wandmalereien durchlebte die wechselvolle Geschichte des Landes in einer Art Dornröschenschlaf, bis es 2003 von den Restauratoren der späteren German Conservation Restoration & Education Projects (GCREP) entdeckt und zur Initialzündung ihrer Arbeit in Südostasien wurde.

Die Publikation zeigt in prächtigen Bildern und dokumentiert vielschichtig, wie am stark geschädigten Interieur dieses UNESCO Weltkulturerbes alter Glanz zu neuem Leben erweckt wurde. Gleichzeitig wird man Zeuge, wie die deutschen Fachleute im Rahmen eines interkulturellen Schulungsprojektes junge Vietnamesen per „Training on the Job“ zu neuen, dringend benötigten Restauratoren ausbildeten. So trägt diese Dokumentation dazu bei, dass die jahrzehntelang verborgenen Schätze des An Dinh Palais nun wieder ihren Platz im Leben des Landes einnehmen.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes e.V.


06.06.2010 / HUÉ / AN DINH PALAIS / CUNG AN DINH, 150 NGUYEN HUE


60 Jahre Deutsches Kino Juni

60 Jahre Deutsches Kino - Die 80er Jahre

Der deutsche Film hat seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine bewegte Zeit hinter sich, auf die im Deutschlandjahr zurückgeschaut werden soll. Jeder zweite Monat ist einem Kino-Jahrzehnt gewidmet, epochen- und stilprägende Filme werden gezeigt, Filme, über die man gesprochen hat, die schockiert und begeistert haben und wegweisend für das deutsche Kino in West und Ostdeutschland waren.

Im Juni zeigen wir die Filme der 80er Jahre, dem Jahrzehnt, das der Wiedervereinigung Deutschlands vorausgegangen ist.

Vorführungen

07.06., 19:30
Bildnis einer Trinkerin (1979)
Ulrike Ottinger


08.06., 19:30
Berlin Chamissoplatz (1980)
Rudolf Thomé


09.06., 19:30
Jadup und Boel (1981)
Rainer Simon


10.06., 19:30
Die bleierne Zeit (1981)
Margarethe von Trotta


11.06., 19:30
Leben in Wittstock (1984)
Volker Koepp


12.06., 19:30
Der Himmel über Berlin (1987)
Wim Wenders


13.06., 19:30
Winter Ade (1988) (Dokumentar Film)
Heike Misselwitz


Ort: Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc, Hanoi

Karten frei, abzuholen ab 13.30 Uhr am 01.06.2010 im Goethe-Institut Hanoi, Tel: 3 734 22 51/52/53 (Ext. 9)





Bildnis einer Trinkerin

Eine elegante und wohlhabende Frau, im Film "Sie" genannt, beschließt nach Berlin zu gehen um sich dort bewusst ihrer Leidenschaft, dem Trinken, zu widmen.

Ihr Vorhaben sich durch die komplette Stadt zu trinken gestaltet sie wie eine Sightseeing-Tour, begleitet wird sie dabei von einer mittellosen Trinkerin, die sie am Bahnhof kennen gelernt hat. Sie durchlebt einen phantastischen und alptraumhaften

Berlin erscheint in Ulrike Ottingers Meisterstück als Stadt der Isolation: nicht der Isolation nach außen, auch nicht nach innen. Berlin ist hier die zur Stadt verwandelten Einsamkeit.

Ulrike Ottinger gehört zu den international renommiertesten Vertreterinnen des deutschen Films, allerdings ist sie mit ihren experimentellen und hochgradig artifiziellen Bilderwelten weniger beim klassischen Kinopublikum als in der Kunstszene bekannt.




Berlin Chamissoplatz

Die junge Studentin Anna lebt in einer baufälligen, aber billigen Wohnung am Berliner Chamissoplatz. Als diese mit vielen anderen luxussaniert werden soll, bilden die Mieter eine Bürgerinitiative, denn sanierte Häuser bedeuten auch explodierende Mietpreise. Während ihres Protestes lernt Anna den Architekten Martin kennen, der für die Sanierung verantwortlich ist, und gegen alle Erwartungen verlieben sich die Beiden. Martin sympathisiert mit Anna, gibt ihr vertrauliche Informationen weiter und fühlt sich verraten, als diese in die falschen Hände geraten. Als Anna auch noch feststellt dass sie schwanger ist, wird die Situation erst richtig kompliziert.

Berlin Chamissoplatz ist eine romantische Liebesgeschichte, der mit leiser Ironie die Menschen dabei beobachtet, wie sie ihre Träume von romantischer Liebe zu verwirklichen versuchen.




Jadup und Boel

Jadup ist ein angesehener Bürgermeister in einer Kleinstadt in der DDR. Bei der Eröffnung einer Kaufhalle bricht eine danebenliegende Hütte in sich zusammen, und mit dem maroden Gebäude brechen auch alte, unbewältigte Erinnerungen hervor. Denn in den Trümmern wird ein Notizbuch gefunden, dass Jadup vor langer Zeit einmal einem Mädchen namens Boel geschenkt hat. Beide waren sie 1945 Fremde in der Stadt. Jadup lehrte ihr Lesen und Schreiben und gemeinsam schwelgten sie von den Möglichkeiten, die die Zukunft für sie zu bieten hat. Doch als das Mädchen vergewaltigt wurde und Jadup nicht vorbehaltslos hinter ihr steht, verschwindet sie. Eine Erfahrung, die Jadup nicht loslässt.

Das offenherzige Portrait einer starren Gesellschaft war der letzte DEFA Film, der nach seiner Entstehung von der Staatssicherheit in der DDR verboten wurde.




Die bleierne Zeit

Ein Film über zwei Schwestern, die im bürgerlichen Milieu der fünfziger Jahre in Deutschland aufgewachsen sind. Die eine, Juliane, ist Redakteurin einer Frauenzeitschrift, die andere, Marianne ist in den Untergrund gegangen und Terroristin. Beide kämpfen auf ihre Art und Weise um Gerechtigkeit, während Juliane für die Rechte der Frauen schreibt, ist sich Marianne sicher nur mit Gewalt ihre Ziele erreichen zu können. Als Marianne im Gefängnis stirbt, glaubt Juliane nicht an einen Selbstmord und verstrickt sich immer tiefer in das Leben ihrer toten Schwester. Julianes Aufarbeitung der Vergangenheit ist auch ein Versuch, das nachzuholen, was die Elterngeneration nach dem zweiten Weltkrieg verpasst hat und zur Rebellion der Kinder geführt hat.

Mit Die Bleierne Zeit erlebte die Regisseurin Margarethe von Trotta ihren großen Durchbruch, noch heute ist der Film ein elementarer Beitrag zum Problem des Terrorismus. Mit Die Bleierne Zeit schrieb Trotta Zeit- und Filmgeschichte und gewann neben dem Deutschen Filmpreis, dem Filmband in Gold den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig.




Leben in Wittstock

"Leben in Wittstock" ist ein Dokumentarfilm, der drei junge Textilarbeiterinnen im kleinen Örtchen Wittstock portraitiert. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Arbeitsalltag. Offen erzählen Edith, Elsbeth und Renate von den Schwierigkeiten im Betrieb, von Mängeln, von Wünschen und von ihren Träumen. Der Regisseur Volker Koepp hat die Frauen zehn Jahre lang begleitet. Aus der zeitlichen Distanz wird deutlich, wie ihr Elan und ihre Ansprüche, etwas zu verändern, zusehends gewichen sind und die Sehnsucht nach Ruhe und häuslichen Frieden in den Vordergrund rücken. Volker Koepp lässt Freiraum für leise Kritik am System und rückt nichts ins "richtige" ideologische Licht.




Der Himmel über Berlin

Die Engel Damiel und Cassiel wagen es Gott zu widersprechen und werden mit dem Abstieg auf die Erde bestraft. Sie wandeln nur für Kinderaugen sichtbar durch Berlin und ergeben sich der unendlichen Faszination menschlichen Daseins. Sie spazieren durch die Köpfe der Menschen, lauschen im Vorbeigehen den Gedanken und träumen vom Erleben einfachster Sinneserfahrungen. Als sich Damiel in die Trapezkünstlerin Marion verliebt, wagt er den Schritt ins Menschliche und lässt den Himmel hinter sich. In magischen, schwerelosen Bildern, euphorisch wie tieftraurig, präsentiert uns der Regisseur Wim Wenders filmgewordene Poesie.

Wenders gewann mit seinem Meisterwerk "Himmel über Berlin" bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für die beste Regie.




Winter Ade

"Winter Ade" ist kurz vor dem Ende der DDR entstanden und kann als Symbol für eine Zeit gesehen werden, die von dem Wunsch nach Veränderung geprägt war. Die Regisseurin Helke Misselwitz dokumentiert ihre Eisenbahnreise quer durch den Osten, von ihrer Geburtsstadt Zwickau bis zum Meer. Auf ihrer Reise spricht sie Frauen mit verschiedensten Hintergrund und aller Generationen an, und dokumentiert deren Hoffnungen und Sorgen. Misselwitz lässt uns eintauchen in das Leben von Fabrikarbeiterinnen, Teenagern und Kinderheimleiterinnen. Momente von Traurigkeit und Poesie, Widersprüchen und Zärtlichkeit teilen wir mit allen Begegnungen auf dem Weg zum Meer, der Ort, der mehr als viele andere zum Sinnbild für Sehnsucht wurde.

"Winter Ade" war die Sensation auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche und gewann eine Silberne Taube, zudem war der Film 1989 und wieder im Jubiläumsjahr 2009 bei den Filmfestspielen in Berlin zu sehen.



Programmabteilung
Goethe-Institut Hanoi
56-58 Nguyen Thai Hoc
Ba Dinh, Hanoi
Viet Nam
Tel: +84.4.3 734 22 51/52/53
Fax: +84.4.3 734 22 54
http://www.goethe.de/vietnam
http://www.goethe.de/vietnam


Konservierung und Restaurierung in der Grabanlage

KONSERVIERUNG UND RESTAURIERUNG
IN DER GRABANLAGE DES KAISERS TU DUC

Bereits in seiner Regierungszeit (1847 – 83) ließ Tu Duc, der vierte Kaiser der Nguyen-Dynastie, seine letzte Ruhestätte am Stadtrand von Hué errichten. Seit 1993 steht die einzigartige, weitläufige Grabanlage als Weltkulturerbe unter UNESCO-Schutz. In einem Pilotprojekt werden 2009 – 2010 das Eingangstor und die Geisterblende zur Grabstätte nach internationalen Standards konserviert und restauriert. Der Fokus liegt dabei auf der Wiederbelebung vergessener traditioneller Techniken in Kombination mit Materialien der modernen Konservierungstechnologie. Die Arbeiten werden gemeinsam mit vietnamesischen Trainee-Restauratoren und Mitarbeitern des Hué Monuments Conservation Centers realisiert.

Im Rahmen des internationalen Hué Kulturfestivals im Juni 2010 wird eine Ausstellung vor Ort die Ergebnisse der Projektarbeit veranschaulichen. Voraussichtlich Anfang Juli werden das restaurierte Tor und die Geisterblende sowie der Leitfaden für künftige Maßnahmen feierlich übergeben.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes e.V.

08.06.2010 / HUÉ / GRABANLAGE TU DUC

Konzert: Gudni Emilsson dirigiert das Vietnam Nati

Konzert: Gudni Emilsson dirigiert das Vietnam National Symphony Orchestra

Gudni Emilsson ist seit vielen Jahren dem Vietnamese National Symphony Orchestra durch zahlreiche Gastdirigate eng verbunden. Für das Deutschlandjahr 2010 erarbeitet er l mit den Hanoiern Musikern zwei neue Programme das unter anderem mit Werken von Schumann und Mendelssohn-Bartholdy, die anschliessend im festlichen Rahmen der Hanoier Oper aufgeführt werden.. Gudni Emilssons Gastdirigate sind Teil einer langjährigen Bemühung des Goethe-Instituts, die Musikausbildung in Vietnam zu fördern und die Beziehungen zu deutschen Institutionen im Musikbereich auszubauen.

Gudni Emilsson ist Preisträger der Herbert von Karajan Stiftung, der Richard Wagner Stiftung und erhielt eine Auszeichnung vom Deutschen Musikrat. Er leitet als Gast-Dirigent zahlreiche Orchester und Ensembles und seine musikalischen Reisen führen ihn auf Festivals und Bühnen der ganzen Welt. Seit 1999 ist er künstlerischer Leiter des Tübinger Kammerorchesters, seit 2005 auch der Camerata Bohemica Prague und leitender Dirigent des neuen Thailand Philharmonic Orchestra in Bangkok

19.+20.06.2010, Hanoi

LUDVIG VAN BEETHOVEN (1770-1827)
Piano Concerto No.3 in C minor Op. 37
1) Allegro con brio
2) Largo
3) Rondo: Allegro
Nghỉ giải lao / Intermission
Johannes Brahms (1833-1897)
Symphony No.4 in E minor Op. 98
1) Allegro non troppo
2) Andante moderato
3) Allegro giocoso
4) Allegro energico e passionato

Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts Vietnam.


musikFabrik Köln & Tran THI Kim Ngoc

Die musikFABRIK zählt seit ihrer Gründung 1990 zu den führenden Ensembles der zeitgenössischen Musik und ist in besonderem Maße der musikalischen Innovation verpflichtet ist. Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind ihr vornehmliches Produktionsfeld. Die Ergebnisse dieser in enger Kooperation mit den Komponisten erarbeiteten Werke präsentiert das internationale Solistenensemble in jährlich etwa einhundert Konzerten im In- und Ausland. Für das Deutschlandjahr in Vietnam 2010 arbeitet die musikFabrik mit der vietnamesischen Komponistin Tran Thi Kim Ngoc zusammen. Gemeinsam bringen die musikFabrik und Kim Ngoc eine eigens für diesen Anlass erarbeitete Komposition Kim Ngocs in die Oper Hanoi. Kim Ngocs Arbeiten werden von zahlreichen europäischen Orchestern aufgeführt, zudem ist sie für ihre Musiktheaterkompositionen in Europa und Amerika bekannt. Das Konzertprogramm umfasst weiterhin international bedeutsame Werke zeitgenössischer Musik, u. a. von Karlheinz Stockhausen

25.06.2010, Hanoi

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Schumann DE

Konzert: Das junge Orchester der VNAM


Das junge Orchester der Vietnam National Academy of Music
Christian Schumann, Dirigent
Hinrich Alpers, Klavier

F. Mendelssohn Bartholdy:
Ouvertüre und Auszüge aus dem Sommernachtstraum

Ludwig v. Beethoven (1770-1827):
Klavierkonzert Nr. 5
1) Allegro
2) Adagio un poco mosso
3) Rondo. Allegro

*****

C. Franck (1822-1890)
Sinfonie in d-moll

1) Lento - Allegro ma non troppo.
2) Allegretto- poco piu lento
3) Allegro non troppo


Christian Schumann, Dirigent

Christian Schumann wurde 1983 in Freiburg als Sohn ungarischer Eltern geboren und erhielt schon mit 6 Jahren seine ersten Klavierstunden. Bereits in der Schulzeit wurde er in die Vorklasse für Klavier, Dirigieren und Musiktheorie der Musikhochschule in Freiburg aufgenommen. Nach dem Abitur nahm er an der Musikhochschule „Franz Liszt“ sein Studium in Dirigieren und Komposition auf und machte 2007 seinen Abschluß.
Mit 27 Jahren zählt Christian Schumann zu einem der deutschen Nachwuchsstars. So erhielt er gleich nach Beendigung seines Studiums ein Engagement am Theater St. Gallen und debütierte im März dieses Jahres an der Bayerischen Staatsoper. Zudem leitete er schon international renommierte Klangkörper wie das Bayerische Rundfunkorchester und das Philharmonia Orchestra London. In Vietnam ist er nun zum zweiten Mal beim Jugendorchester der Hanoier Musik Akademie zu Gast.

01.07.2010, 20:00, Operhaus Hanoi.

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Hanoi.
ALPERS DE

Klavierkonzert Hinrich Alpers


Robert Schumann: Kinderszenen op. 15

Chopin: Sonate b-moll op. 35
1)Grave; Doppio movimento
2) Scherzo
3) Marche funebre: Lento
4) Presto

*****

Beethoven (1770-1827): Sonate F-Dur op. 54
1) In Tempo d’un Menuetto
2) Allegretto


Beethoven (1770-1827): Sonate As-Dur op. 110


Hinrich Alpers
Bereits in frühen Jahren wurde Hinrich Alpers an der Musikhochschule Hannover gefördert und studierte später an der Juilliard School in New York. Neben etlichen internationalen Auszeichnungen gewann er im Jahr 2009 den 1. Preis des anerkannten Internationalen Telekom Beethoven Wettbewerbs, was ihn schlagartig in den Kreis gefragter Konzertpianisten in den großen Musikzentren der Welt katapultierte.
Nicht nur durch seine mitreißende, ausdruckvolle und dennoch subtile Darbietung klassischer Werke begeisterte Hinrich Alpers das Publikum auf den berühmten Bühnen der Welt - darunter die New York Carnegie Hall oder die Berliner Philharmonie. Er fesselt seine Zuhörer auch bei Uraufführungen namhafter zeitgenössischer Komponisten.

02.07.2010, 20:00, Opernhaus Hanoi

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Hanoi.
Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker sind ein einzigartiges Ensemble. Das prominente „Orchester im Orchester“feiert in diesem Jahr seinen 38. Geburtstag mit der bereits zweiten Mitgliedergeneration. Ihr musikalischer Triumphzug führt sie durch die ganze Welt.

Die Tradition des Mutterorchesters trifft eine harte Auslese: Neue Mitglieder werden nur aufgenommen, wenn alle 130 Orchestermitglieder zustimmen. Mit der Brillanz ihres Mutterorchesters spielen die 12 Cellisten, die zu den weltbesten gehören, ein umfangreiches Repertoire. Die 3 – 7 minütigen Stücke reichen von Bach, Mendelssohn, Schostakowitsch, Villa Lobos bis hin zu den Beatles und Filmmusik. Die 12 Cellisten meistern höchste Anforderungen mit Bravour. Dabei spielen sie auf kostbarsten Instrumenten, die allesamt aus italienischen Werkstätten des 17. und 18. Jahrhunderts stammen. Fast einhundert zeitgenössische Komponisten haben eigens für sie Werke geschaffen. Im Rahmen des Deutschlandjahrs in Vietnam werden zwei Konzerte in Vietnam stattfinden.

10.07.2010, Oper Hanoi
11.07.2010, Oper Ho Chi Minh Stadt

60 Jahre Deutsches Kino September

60 Jahre Deutsches Kino – Die 90er Jahre

Der deutsche Film hat seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine bewegte Zeit hinter sich, auf die im Deutschlandjahr zurückgeschaut werden soll. Jeder zweite Monat ist einem Kino-Jahrzehnt gewidmet, epochen- und stilprägende Filme werden gezeigt, Filme, über die man gesprochen hat, die schockiert und begeistert haben und wegweisend für das deutsche Kino in West und Ostdeutschland waren.

Im September beschäftigen wir uns mit den 90ern, der Zeit der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland mit all ihren Problemen, aber auch eine Periode, die Filme über junge Deutsche, die Erwachsen werden müssen, hervorgebracht hat.

Vorführungen

06.09., 19:30
Deutschland,  Deutschland, 1990
Peter Fleischmann                      

07.09.2010, 19:30
Das Deutsche Kettensägenmassaker, 1990 
Christoph Schlingensief

08.09.2010, 19:30
Das Schreckliche Mädchen, 1990 
Michael Verhoeven

09.09.2010, 19:30
Ostkreuz, 1991 
Michael Klier

10.09.2010, 19:30
Nach Fünf im Urwald, 1995 
Hans-Christian Schmid

11.09.2010, 19:30
Jenseits der Stille, 1996 
Caroline Link

12.09.2010, 19:30
Lola Rennt, 1998 
Tom Tykwer




Ort: Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc, Hanoi

Karten frei, abzuholen ab 9:00 Uhr am 31.08.2010 im Goethe-Institut Hanoi, Tel: 3 734 22 51/52/53 (Ext. 9)


Deutschland Deutschland
Der Regisseur Peter Fleischmann dokumentiert in seinem Film „Deutschland Deutschland“ die Stimmungen aus West- und Ostdeutschland im ersten Jahr nach dem Fall der Mauer in faszinierenden Momentaufnahmen. Er lässt  Arbeiter, Angestellte, Rentner und Arbeitslose zu Wort kommen und hört zu, wie sie die Veränderung empfinden und welche Zukunftsängste sie plagen.
Der Regisseur Peter Fleischmann kommt aus dem Kreis der jungen Wilden, die in den 6oern den Neuen deutschen Film prägen. Seine Filme sind vor allem gesellschaftskritisch und kreisen um das Problem der erzwungenen Anpassung des Einzelnen an eine verständnislose Umgebung. Mit einem Ehrenpreis für sein Gesamtwerk wird er 2010 auf dem Filmfest München ausgezeichnet.

Das Deutsche Kettensägenmassaker
Clara möchte, wie so viele andere ehemalige DDR Bürger, kurz nach dem Mauerfall ihr Glück in Westdeutschland suchen. Sie beseitigt ihren Ehemann und fährt mit ihrem Trabi gen Westen. Unglücklicherweise gerät sie in die Hände einer verrückt gewordenen Metzgerfamilie, die durch den Mauerfall in eine Art Blutrausch verfallen sind und grundlos DDRler auf bestialische Weise tötet.
Das trashige Vergnügen wird verständlich in seinem Kontext: als Trash versteht Schliengensief nämlich auch die deutsche Einheit, als bluttriefenden, kannibalistischen Akt der Einverleibung des Ostens durch den Westen. „Das deutsche Kettensägenmassaker“ ist eine „Abrechnung mit Helmut Kohls Wiedervereinigung“.

Das schreckliche Mädchen
Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt die Satire „Das schrecklich Mädchen“ von der Schülerin Sonja, die nach einem gewonnen Aufsatzwettbewerb in einer kleinen bayrischen Stadt, Pfitzing, die Nazivergangenheit ihres Heimatortes aufarbeiten möchte und dabei erleben muss, wie die Stadt sich gegen sie wendet und bekämpft. Doch Sonja lässt sich nicht einschüchtern und stellt sich nicht nur gegen Verwaltung und Mob, sondern muss auch bald feststellen, dass sich ihre Familie und ihre Liebe von ihr abwenden.
Mit dem Film „Das schreckliche Mädchen“ setzt der Regisseur Michael Verhoeven 1990 auf kritische Töne bezüglich der Lage der Nation und dem Unmut der Deutschen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit zu beschäftigen, und wird dafür bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Löwen belohnt.

Ostkreuz
Berlin zur Wende. Elfie und ihre Mutter flüchten von Ungarn nach Westberlin. Dort wohnen sie in einem trostlosen Containerlager. Ihre Mutter im Westen nun arbeitslos sucht in einer Liebesaffäre Trost und Halt, doch Elfie hält an ihrem Traum von einem besseren Leben im Westen fest und möchte aus dem öden aussichtslosen Randstadtdasein ausbrechen. Das geht jedoch nur auf krummen Wegen und mit kleinen Gaunereien. Als sie eines Tages auf einem ihrer Beutezüge durch die Stadt den gleichgesinnten Edmund kennenlernt und beide sich näherkommen, scheint ein Neubeginn für Elfie in Reichweite.
Regisseur Michael Klier zeigt ohne vorgehaltene Sentimentalitäten die Ausweglosigkeit und Orientierungslosigkeit in einer unwirklichen Stadt zu einer unwirklichen Zeit und schafft dadurch ein Stück dokumentierte Zeitgeschichte.

Nach fünf im Urwald
Zu ihrem 17. Geburtstag schmeißt Anna eine große Party im Haus ihrer spießigen Eltern, doch unerwartet läuft die Party aus dem Ruder. Als die Eltern am nächsten Morgen das Haus verwüstet vorfinden, wird Anna zu Hausarrest verdonnert. Da reißt diese kurzerhand mit der Hilfe von ihrem heimlichen Verehrer Simon von zu Hause aus, um an einem Casting in München teilzunehmen und ihrem großen Traum, als Sängerin Karriere zu machen, ein bisschen näherzukommen. Während Anna und Simon in ein Großstadtabenteuer nach dem anderen verwickelt werden, begeben sich deren Eltern auf die Suche nach den Kinder und finden sich stattdessen in ihre eigene Jugendzeit zurück versetzt, die so gar nicht mit ihrem jetzigen Spießerdasein zusammen passen will.

Die mitreißende Komödie gewann unter anderem den bayrischen Filmpreis und verhalf der nun international bekannten Franka Potente, die zu diesem Zeitpunkt noch Schauspielschülerin war, zu ihrem Durchbruch.

Jenseits der stille
Lara ist die Tochter taubstummer Eltern und beherrscht die Gebärdensprache fließend. Von klein auf weicht das aufgeweckte Mädchen ihren Eltern nicht von der Seite, um  ihnen als Übersetzerin zu dienen. Als jedoch Clarissa, die Schwester des Vaters, Lara eine Klarinette schenkt und Lara durch die Liebe zum Klarinetten Spiel die Welt der Musik entdeckt, stößt dies bei den Eltern auf Verständnislosigkeit. Sie fühlen sich, da sie durch ihre Behinderung keinen Zugang zur Musik finden, ausgeschlossen und reagieren verärgert. Zehn Jahre später entschließt sich Lara, nun eine talentierte Klarinettenspielerin, nach Berlin zu ziehen, um am Konservatorium zu studieren und es kommt zu einem heftigen Streit. Und auch als Lara nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ihren Vater im Elternhaus besucht, scheint es ungewiss, ob Vater und Tochter je wieder zu einander finden können.
Jenseits der Stille ist das Kinodebüt der Oscar-Preisträgerin Caroline Link und ist aufgrund der gleichermaßen einfühlsamen wie humorvollen Bearbeitung einer ungewöhnlichen Thematik herausragend.

Lola Rennt
Lola erhält einen Anruf von ihrem Freund Manni. Der hat nach einem Job für einen Autoschieber 100000 DM verloren. Der Boss der Hehlerbande will sein Geld in 20 Minuten abholen, ansonsten muss Manni mit seinem Leben für den Verlust zahlen.
Lola rennt, rennt los, um Manni zu helfen, das Geld aufzutreiben. Egal wie, egal wo. Aus schierer Verzweiflung überfällt Manni einen Supermarkt und gerade als Lola ihn erreicht und sie gemeinsam flüchten, fällt ein Schuss. Doch in dem Moment, in dem alles zu Ende zu sein scheint, wird die Zeit im Film zurück gedreht. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt von vorne. Und wieder rennt Lola los! Können Lola und Manni die zweite Chance des Schicksals nutzen?

Tom Tykwers Film Lola rennt besticht durch Originalität und Experimentierfreudigkeit und lässt dem Zuschauer kaum eine Sekunde zum aufatmen.


Deutschlandshop DE


Ein deutsch-vietnamesisches Kunst-Projekt von #docato# arts intermedia transculture (Kim Anh Vo & Tilo Walther) und Partner (Franziska Frenzel, Andreas Krannich, Bettina Wittig, Maria Müller, Iris Kerlen)

Gibt es übereinstimmende Identitäten? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Menschen in einer Welt, die immer mehr an Komplexität gewinnt und scheinbar zusammenwächst, in der aber eher nach Unterschieden gesucht wird und Unvereinbarkeiten betont werden? Sind wir zu sehr kultiviert auf das Fremde, zu wenig sensibilisiert für das Gemeinsame?

In der Ausstellung „Deutschlandshop – Filiale Vietnam kommen in Deutschland lebende Menschen zu Wort. Ausgewählt wurden Menschen, die durch ihre Herkunft bzw. ihr Lebensumfeld kulturelle Grenzen spüren oder hinterfragen. Die Interviewten kommen alle aus deutschen Großstädten, in denen die Vielfalt der kulturellen Erfahrungen die Möglichkeit bietet gesellschaftliche Vereinbarungen immer wieder neu zu verhandeln oder zu entwickeln.

Die angeschnittenen Themen zur persönlichen Heimat der Interviewten, zu ihrem Verhältnis zu Sprache, ihrem Blick auf Deutschland, zur Suche nach Identität und zu Visionen für ein kulturelles Zusammenleben bilden die Grundlage der Ausstellung.

Von den individuellen Wahrnehmungen der GesprächsteilnehmerInnen ließen sich 7 KünstlerInnen zu unterschiedlichen Arbeiten in den Bereichen Grafik, Malerei, Illustration und Fotografie inspirieren, die im Deutschlandshop/ Filiale Vietnam als vielfältiges Panorama gezeigt werden. Ein repräsentatives Bild der Menschen eines Landes oder einer bestimmten Gruppe wird nicht suggeriert. Vielmehr werden die Ausstellungsbesucher dazu eingeladen, sich mit ihrer Sicht auf kulturelle Besonderheiten und Bedürfnisse in einer gemeinsamen Welt zu beschäftigen. Entdecken Sie unseren Shop mit unserer großen Produktpalette und lernen Sie ein Stück Deutschland durch subjektive Blicke ihrer Bewohner kennen!


60 Jahre Deutsches Kino November

60 Jahre Deutsches Kino
01.-07.11.2010, GI Hanoi

60 Jahre Deutsches Kino: 1999 – 2009

Der deutsche Film hat seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine bewegte Zeit hinter sich, auf die im Deutschlandjahr zurückgeschaut werden soll. Jeder zweite Monat ist einem Kino-Jahrzehnt gewidmet, epochen- und stilprägende Filme werden gezeigt, Filme, über die man gesprochen hat, die schockiert und begeistert haben und wegweisend für das deutsche Kino in West und Ostdeutschland waren.

Im November beschäftigen wir uns mit dem neuen Millennium, der Zeit des Zusammenwachsens von Ost- und Westdeutschland mit all den Problemen, der Zeit des neuen deutschen Films der Berliner Schule mit ihrem Realismus, und mit international erfolgreichen Filmen.


Vorführungen

01.11., 19:30 Uhr
Die Polizistin, 2000
Andreas Dresen

02.11., 19:30 Uhr
Goodbye Lenin! 2003
Wolfgang Becker

03.11., 19:30 Uhr
Gegen die Wand, 2004
Fatih Akin

04.11., 19:30 Uhr
Alles auf Zucker!, 2005
Dani Levy

05.11., 19:30 Uhr
Sehnsucht, 2006
Valeska Grisebach

06.11., 19:30 Uhr
Das Leben der Anderen, 2006
Florian Henckel von Donnersmarck

07.11., 19:30 Uhr
Jerichow, 2008
Christian Petzold

Ort: Goethe-Institut Hanoi, 56-58 Nguyen Thai Hoc, Hanoi

Karten frei, abzuholen ab 10.00 Uhr am 26.10.2010
im Goethe-Institut in Hanoi: 56-58 Nguyen Thai Hoc,
Tel.: +84 4 3734 22 51/52/53 (Ext. 9)


Die Polizistin (2000)
Regie: Andreas Dresen
98 Minuten
Mit Gabriela Maria Schmeide, Axel Prahl, Paul Grubba,…

Eine 27 jährige Streifenpolizistin kommt von der Polizeischule in Berlin in ein Revier im Rostocker Stadtteil Lütten-Klein. Während sie sich mit trostloser Polizeiarbeit und zäher Bürokratie in einem sozialen Brennpunkt auseinander setzen muss, fällt es ihr zusehends schwer zwischen Dienst und Privatleben zu trennen und fühlt sich bei ihren Einsätzen zwischen persönlicher Anteilnahme und beruflichen Pflichten hin und hergerissen.

Andreas Dresens Film „Die Polizistin“ erweckt durch die Verwendung von Handkamera und die Filmaufnahme bei laufendem Betrieb in der größten Polizeistation Mecklenburg-Vorpommerns einen Eindruck von Authentizität und erhält dadurch einen halbdokumentarischen Charakter. Der Film, seine Hauptdarsteller Gabriela Maria Schmeide und Axel Prahl, und die Drehbuchautorin Laila Stieler wurden 2001 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet


Goodbye, Lenin! (2003) Regie: Wolfgang Becker
121 Minuten
Mit Daniel Brühl, Katrin Saß, Chulpan Khamatova, …

Berlin kurz vor der Wende. Unmittelbar vor dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems der DDR fällt die parteitreue Christiane Kerner (Katrin Saß) ins Koma. Als sie wieder erwacht hat Lenin längst „Goodbye“ gesagt und der westliche Kapitalismus die Plattenbauten im Sturm erobert. Davon darf sie im Krankenbett jedoch nichts erfahren, denn ihr Kreislauf ist noch zu schwach für derartige Aufregung. Ihr Sohn Alexander (Daniel Brühl) beginnt seiner Mutter deshalb das Alltagsleben im Einheitsstaat vorzuspielen. Aufwendig inszeniert er ihr eine Reise in die Welt von Mocca Fix Gold, Rotkäppchen-Sekt und Spreewaldgurken. Er schreckt auch nicht davor zurück, ein paar Knaben aus der Nachbarschaft mit FDJ-Blauhemden für ein Geburtstagsständchen anzuheuern.

„Goodbye Lenin“ ist ein Film der viel mit Klischees über die Bürger der DDR spielt und die Welle der Ostalgie weiter vorangetrieben hat. Spätestens aber wenn prügelnde NVA-Männer bei Demonstrationen gezeigt werden, wird deutlich, dass Regisseur Wolfgang Becker das sozialistische System mit seiner Tragikomödie keinesfalls verklärt.


Gegen die Wand (2004) Regie: Fatih Akin
121 Minuten
Mit Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Meltem Cumbul, …

Sibel wächst in einem konservativen türkischen Elternhaus in Hamburg auf. Doch sie ist jung und zu allem bereit, um der Strenge ihres Vaters zu entfliehen. Verzweifelt wendet sie sich deshalb an den 40-jährigen Alkoholiker Cahit. Der Deutschtürke soll eine Scheinehe mit ihr eingehen, damit sie ihre ersehnte Freiheit erlangen kann. Auch er sieht darin eine Chance, sein verpfuschtes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Allmählich entdeckt das ungleiche Paar jedoch Gefühle füreinander und steuert unmittelbar gegen die Wand…

Mit „Gegen die Wand“ erhielt das Thema „Identität türkischer Einwanderer“ erstmals größere Aufmerksamkeit in Deutschland. Der deutsch-türkische Regisseur und Produzent Fatih Akin feierte mit seinem vierten Spielfilm seinen internationalen Durchbruch. Der Film wurde mit dem Goldenen Bären, dem Deutschen Filmpreis und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.


Alles auf Zucker (2004)
Regie: Dani Levy
95 Minuten
Mit Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Golda Tencer,…

Jaeckie Zucker, ehemaliger erfolgreicher Sportjournalisten der alten DDR, notorischer Zocker und deshalb verschuldet, gefangen in einer kriselnde Ehe mit Kindern, die sich von ihm abwenden, sieht seinen einzigen Ausweg aus dieser Misere in einem Billardtournier mit hohem Preisgeld. Doch mit dem Tod seiner Mutter holt ihn seine jüdische Vergangenheit mit seinen Traditionen und Bräuchen ein, mit der Jakob Zuckermann alias Jaeckie Zucker eigentlich nichts mehr am Hut hat. Durch den Beschluss der Mutter, ihre Söhne Jaeckie und der jüdisch-orthodoxe Samuel würden ihr Erbe nur bekommen, wenn sie sich wieder versöhnen, beginnt eine turbulent witzige Komödie mit typisch jüdischem Humor.

Mit „Alles auf Zucker“ schaffte Dani Levy 2004 eine „Wiederbelebung des deutsch-jüdischen Lustspiels“ und wurde 2005 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis und 6 Lolas auf dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.


Sehnsucht (2006)
Regie: Valeska Grisebach
88 Minuten
Mit Andreas Müller, Ilka Welz, Anett Dornbusch,…

Ella und Markus kennen sich schon seit ihrer Kindheit und scheinen in ihrer kleinbürgerlichen Idylle das perfekte Paar zu sein. Doch während einer Reise mit seinen Feuerwehr-Kollegen lernt Markus eine andere Frau kennen mit der er auf eine neue Art Leidenschaft und Liebe erfährt. Markus‘ geregeltes Leben gerät ins Wanken. Die Affäre mit einer Anderen scheint die Liebe seiner Frau nicht zu berühren, Markus hingegen fällt es schwer in sein altes starres Lebensmuster zurückzukehren.

Valeska Grisebachs Debütfilm „Mein Stern“ wurde 2002 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert und gewann den Kritikerpreis auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto. Ihren zweiten Film „Sehnsucht“ stellte Grisebach 2006 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Berlin vor und berührte dabei sowohl das Publikum als auch Kritiker.


Das Leben der Anderen (2006) Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
137 Minuten
Mit Ulrich Mühe, Ulrich Tukur, Sebastian Koch, Martina Gedeck

Ost-Berlin 1984. Der Staat hört mit: Mit seinem riesigen Überwachungsapparat, der Staatssicherheit (Stasi), versucht die DDR Feinde des Sozialismus aufzuspüren. Auch der Schriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) gerät ins Fadenkreuz der staatlichen Beobachtung. Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) wird auf den Freigeist angesetzt, um belastendes Material über ihn zu sammeln. Bald stellt sich jedoch heraus, dass die Observierung aus privaten Beweggründen eines Vorgesetzten erfolgt, der sich Informationen über Dreymans Lebensgefährtin – den Theaterstar Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) – beschaffen möchte. Je tiefer Wiesler in die private Welt der beiden eindringt, desto größere Veränderungen durchlebt er selbst.

Das Oskar-prämierte Drama „Das Leben der Anderen“ von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck wurde in Deutschland u.a. mit dem Bayerischen und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Beim Internationalen Filmfestival von Locarno erhielt er den Publikumspreis, in Frankreich den Cesar für den besten ausländischen Film.


Jerichow (2008)
Regie: Christian Petzold
93 Minuten
Mit Benno Fürmann, Nina Hoss. Hilmi Sözer

Jerichow, ein 2000-Seelen-Nest in Deutschlands Osten, die Gegend ist arm und trostlos. Hierher zurück kehrt Thomas, eine gescheiterte Existenz, nachdem er unehrenhaft aus der Armee entlassen wurde. Kein Job, keine Familie, die Mutter gerade tot. Als er den türkischen Unternehmer Ali kennenlernt, scheint sich sein Leben zum Besseren zu wenden, als Fahrer wird er zu Alis rechter Hand. Doch die Tragödie nimmt ihren Lauf als Thomas sich zunehmend zu Alis Frau Laura hingezogen fühlt, die ihrerseits, durch einen Schuldenberg an Ali gekettet, einen Weg aus ihrem tristen Dasein sucht. „Jerichow“ ist eine Dreiecksgeschichte, in der jeder, erdrückt von der Last seiner Zwänge, seinen Sehnsüchten hinterher läuft, und doch keinen Ausweg findet.

Christian Petzold vertraut in seinem Drama erneut auf für ihn bekannte Gesichter wie Benno Fürmann und Nina Hoss und schafft dadurch ein aussagekräftiges und persönliches Zusammenspiel. „Jerichow“ war 2008 im Wettbewerb der 65. Filmfestspiele in Venedig und war 2009 für den Deutschen Filmpreis nominiert.


Open Academy: Berlin – Hanoi – Hue – Saigon

OPEN ACADEMY 2010

8.11.- 10.12. 2010
Hanoi – Hue – HCMC

Workshops, Screenings, Performances, Konzerte, Aktionen, Vorträge und Gespräche

10 Bildende Künstler und Musiker aus Berlin arbeiten in Zusammenarbeit mit vietnamesischen Künstlern und Musikern, gestalten verschiedene Orte des gemeinsamen kreativen Arbeitens, Forschens und der Kommunikation. Getragen wird das Projekt von der Bereitschaft, eigene spezifische Erfahrungen und Wissen zu teilen und im Austausch Neues entstehen zu lassen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Neuen Medien, der Performance Art, der Konzept Kunst und der Gestaltung von Räumen. Die Relevanz der gemeinsamen künstlerischen Praxis im Hinblick auf Fragen einer globalen und sozialen Zukunft stehen darüberhinaus im Vordergrund.

Die OPEN ACADEMY möchte einen Dialog fördern, bei dem die jeweilige kulturpolitische Situtation nicht außer Acht gelassen wird und so ein nachhaltiger Austausch zwischen den Künstlern Vietnams und Berlins stattfinden kann.

Alle Veranstaltungen werden gefördert vom Goethe Institut Hanoi und dem Senat Berlin – Kulturelle Angelegenheiten.

Unterstützt wird dieses Projekt weiterhin von der Hochschule für Kunst Vietnam (Hanoi), der Hochschule für Kunst (Hue), der Hochschule für Kunst in HCMC, den Künstlerhäusern Nha San Duc (Hanoi), San Art (HCMC), NSAF (Hue) ebenso von: HTX-La Cooperative oder DocLab Hanoi.


1 Nezaket Ekici wurde 1970 in der Türkei geboren und lebt seit ihrem 3. Lebensjahr in Deutschland. Bereits sehr früh hat sie sich der Kunst verschrieben, und ist nun eine international gefragte Performancekünstlerin. Dabei steht ihr eigener Körper im Mittelpunkt ihrer Arbeit und bildet eine dynamische Verbindung zum Publikum. Die Frage nach der eigenen Identität, die skeptische Auseinandersetzung mit Rollenmodellen und Konventionen, die den weiblichen Körper definieren, ihn ethnischen und politischen Vorstellungen unterwerfen, ist deshalb auch von Anfang an ein zentrales Thema ihrer Arbeit.


http://www.ekici-art.de

Hanoi:
Workshop Performance Art
16.11. – 19.11. 2010, 10h-18h
Goethe-Institut, 56-58 Nguyen Thai Hoc

Hue
Workshop Performance Art
8.-11.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hue

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Performance Art
22.-25.11.2010
Hochschule für Schöne Künste HCMC

Gespräch und Performance
21.11.2010, 17h
SAN-ART, 3 Mê Linh, Quận Bình Thạnh, TP. Hồ Chí Minh




2. Juliane Heise ist eine Bildende Künstlerin und lebt in Berlin. Sie studierte an der Kunsthochschule Kassel und unterrichtet seit 1989 an verschiedenen Universitäten. Sie war u.a. Gastdozentin des DAAD an der Hochschule für Kunst Hue und arbeitet seit 2005 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Der Fokus ihrer Arbeiten liegt im dreidimensionalen Bereich und umfasst Skulpturen, Installationen sowie orts- und zeitspezifische Arbeiten.


http://www.julianeheise.de


Hanoi
Workshop Mapping in Art
9.-12.11.2010
Hochschule der Schönen Künste
Hue
Workshop Mapping in Art
16.11. – 19.11. 2010
Hochschule der Schönen Künste

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Mapping in Art
24.-25. 11. 2010
Hochschule der Schönen Künste



3. Fuasi Abdul-Khaliq ist ein darstellender Künstler und lebt seit 1992 in Berlin. Seit den frühen 1990-ern arbeitete er in Los Angeles mit dem bedeutenden und mittlerweile verstorbenen afrikanisch-amerikanischen Pianisten Horace Tapscott zusammen. Diese lebenslange Zusammenarbeit führte auch zum Tapscott´s Panafrikan People´s Arkestra wo Fuasi Khaliq als Assistent-Dirigent, ebenso als Arrangeur, Komponist, Kopierer und Spieler von Saxophon, Klarinette und Flöte mitarbeitete. Zahlreiche Konzerte in den US. Seit 18 Jahren arbeitet Fuasi Khaliq in Europa.


http://www.fuasi.com

Jazzmusik:

Hanoi
Workshop Jazz Improvisation
22.-24. November 2010
HTX/La Cooperative, 46 An Dương, Hà Nội

Jazzkonzert
24.11., 21h
HTX/La Cooperative, 46 An Dương, Hà Nội

Hue
Workshop Jazz Improvisation
26.-27.11.2010

Hòa nhạc jazz/Jazzconcert
27.11.2010, 16h
New Space Arts Residence (NSAR), 28 Phạm Ngũ Lão, TP. Huế

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Jazz Improvisation
30.11. – 3.12. 2010
Himiko Café, Himiko Cafe, 324 Điện Biên Phủ, P.11, Quận 10, TP. Hồ Chí Minh

Jazzkonzert
3.12.2010, 21h
Himiko Café, Himiko Cafe, 324 Điện Biên Phủ, P.11, Quận 10, TP. Hồ Chí Minh


4. Stephan Kurr wurde 1961 geboren. Er studierte Kunst in Kassel und Nürnberg. Preise, Stipendien und Ausstellungen, die typische Künstlerkarriere, formten seine berufliche Entwicklung in der sich spezifische Fragen kristallisierten. Seit den 1990ern wurden Themen wie Migration und Ökonomie relevant und in diesem Referenzfeld auch die Rolle und das Selbstverständnis des Künstlers. Diese Auseinandersetzung mündet neben der künstlerischen Produktion auch immer wieder in Texte, in kuratorischer Tätigkeit und Initiativen. Er lehrte u.a. an der Kunstakademie Nürnberg und war Gastprofessor an der Concordia University Montreal oder initiierte künstlerischen Austausch in Istanbul, Hanoi oder Cali (Kolumbien). Aus der Praxis der Lehre und der Kunstvermittlung resultieren die verschiedenen partizipativen Aspekte seiner Arbeiten.


http://www.kurr.org


Hue
Workshop Tourismus und Reisen
8.11. – 12.11. 2010
Hochschule für Schöne Künste


Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Tourismus und Reisen
15.-19. 11. 2010
Hochschule für Schöne Künste HCMC


5. Veronika Radulovic studierte Visuelle Kommunikation in Bielefeld. Sie nahm an zahlreichen internationalen Symposien und Projekten teil wie z.B. in Ungarn, Norwegen, Polen, Japan und den Niederlanden. 1992 lebte sie als artist in residence in Singapur und arbeitete von 1993 bis 2005 in Hanoi/Vietnam. Sie studierte dort die vietnamesische Lacktechnik und arbeitete als erste deutsche DAAD-Gastdozentin an der Hochschule für Kunst Vietnam in Hanoi/Hue und HCMC. Sie kuratierte u.a. verschiedene Ausstellungen mit vietnamesischer Kunst in Deutschland (Museum für Lackkunst Münster, 1996 - Haus der Kulturen der Welt Berlin, 1998 – ifa-Galerie Berlin 2009/10). 2005 erschien ihr Buch „Sicherheitsabstand. Vietnam. Kunst. Politik. Freundschaften. Eine Annäherung“. In ihren Arbeiten verbindet sie Sprache, Zeichnung, Fotografie, Objekt.

Hanoi
Workshop „Das Private“
12.-14.11.2010

Hue
Workshop „Das Private“
17.-19.11. 2010

Ho-Chi-Minh Stadt

Workshop „Das Private“
29.11.-1.12. 2010


6. Andreas Schmid geboren 1955 in Stuttgart, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler sowie als Experte für zeitgenössische chinesische Kunst und Kurator seit 1986 in Berlin. 1983-1986 studierte er mit einem DAAD-Stipendium an der Zhejiang Academy of Fine Arts (heute: China Academy of Art in Hangzhou) chinesische Kalligraphie und Kalligraphiegeschichte. Er kuratierte u.a. die erste große Ausstellung der chinesischen Gegenwartskunst im Haus der Kulturen der Welt Berlin (1993) und publiziert und lehrt zu den Themenkomplexen „Zeitgenössische chinesische Kunst“ und „Kalligraphie“. Seine eigenen künstlerischen Arbeiten - Installationen, Lichtkunstwerke und Zeichnungen – sind vorwiegend raumbezogen. Außerdem untersucht er theoretisch und praktisch die Zeichnung im Raum, arbeitet über Künstlervertretungen und führt Untersuchungen zu Non-Profit-Projekten im asiatischen Raum durch.

http://www.andreasschmid.info

Hanoi
Workshop “Mit Raum umgehen”
8.11.-12.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Vortrag und Diskussion “Kunst mit Licht”
8.11.2010, 19h
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Vortrag und Diskussion “Zeichnen mit und im Raum”
11.11.2010, 19h
Goethe-Institut Hanoi
Hue

Vortrag und Diskussion “Zeichnen mit und im Raum”
15.11.2010, 9:00
Hochschule der Schönen Künste Hue

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop “Mit Raum arbeiten” oder “Mit Licht arbeiten
17.11.- 20.11.
Hochschule der Schönen Künste Ho-Chi-Minh Stadt

Vortrag Lichtkunst
22.12.10 – 15h
Hochschule der Schönen Künste Ho-Chi-Minh Stadt


7. Maria Vedder ist Medienkünstlerin und Professorin an der Universität der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Fotografie, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und Sozialwissenschaft und ist seit den 1970er Jahren als Videokünstlerin und Fotografin tätig. Von Beginn an begleiten längere Studienaufenthalte und Vortragsreihen in Asien ihre künstlerische Arbeit. Gastprofessuren an der Fachhochschule Düsseldorf und der Hochschule für Künste Bremen folgten. In den 1980ern verfasst sie in Zusammenarbeit mit Bettina Gruber Bücher über Video, parallel entstehen gemeinsame Videofilme. 1991 übernimmt sie die Professur für Medienkunst an der Universität der Künste Berlin. Ihre Arbeiten sind weltweit in Sammlungen vertreten.


http://www.mariavedder.de

Hanoi
Workshop Videoart
9. – 12.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Filmvorführung „Young Video Art from Berlin University of the Arts“
10.11.2010, 14h
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Filmvorführung “40 năm videoart.de"
14.11.2010, 17h
Goethe-Institut Hanoi

Ho-Chi-Minh STadt

Filmvorführung„Young Video Art from Berlin University of the Arts“
18.11.2010, 15h
Hochschule für Schöne Künste Ho-Chi-Minh Stadt

Filmvorführung „40 years video art.de“
19.11.2010 - 15h
Hochschule für Schöne Künste Ho-Chi-Minh Stadt

Filmvorführung „Maria Vedder”
Samstag 20.11.2010, 19h
SAN ART


8. Michael Vorfeld lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Musiker und Bildender Künstler, spielt Perkussion und realisiert elektroakustische Klangarbeiten. Er ist aktiv in den Bereichen experimentelle Musik, improvisierte Musik und Klangkunst. Michael Vorfeld entwickelt ortsbezogene Installationen und Performances mit Licht und arbeitet mit Fotografie und Film. Er ist Mitglied verschiedener Formationen und kooperiert mit Künstlern aus unterschiedlichsten Bereichen. Seine vielfältigen Aktivitäten umfassen umfangreiche Konzert-, Performance- und Ausstellungstätigkeiten in Europa, den USA, Asien und Australien.

http://www.vorfeld.org


Hanoi
Workshop experimentelle Musik und Lichtinstallation
8.11.-12.11.2010
Nhà Sàn Đức, tổ 50, Cụm 5 Phường Vĩnh Phúc, Quận ba Đình, Hà Nội.

Konzert mit Lichtinstallation
13.11.2010, 19h
Goethe-Institut Hanoi

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop experimentelle Musik und Lichtinstallation
15-19.11.2010
ZERO Station, 91A Đinh Tiên Hoàng, Quận Bình Thạnh, TP. Hồ Chí Minh;

Konzert
19.11.2010
ZERO Station, 91A Đinh Tiên Hoàng, Quận Bình Thạnh, TP. Hồ Chí Minh;



9. Danh Vo
Zitat über Danh Vo: (Gabriele Walde in WELT ONLINE – 22.09.09)

Danh Vo spricht nicht gerne über seine Person und seine Kunst. Zumal es auch gar nicht so einfach ist, den zarten Vietnamesen (Jahrgang 1975) in seinem kleinen Kreuzberger Atelier zu treffen. Danh Vo ist ein sehr gefragter Künstler und viel unterwegs, gerade hatte er in Paris ein Stipendium. Vor zwei Jahren ergatterte er den Blue Orange Preis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, und bis August war seine Ausstellung „Where the Lions are“ in der Kunsthalle Basel zu sehen. Nun ist er für den Preis der Nationalgalerie nominiert. Um sein Werk verstehen zu können, sollte man sich sein bisheriges Leben anschauen. 1980 floh er zusammen mit seinen Eltern aus Vietnam und landete als Flüchtling in Dänemark, heute hat er längst einen dänischen Pass.
In seinem Alter und mit seinen Erfahrungen zwischen den Welten hat er zweifelsohne mehr erlebt als jeder europäische Künstler in seinem Alter. Das soll nicht zynisch klingen. Aber genau dies scheint sein künstlerischer Impuls zu sein. Und so ist Danh Vo immer irgendwie dabei, sein Leben zu einer Biographie zusammenzubasteln. Die Galeristen, die ihn vertreten, schätzen seine Authentizität. Dass dabei keine glatte, geschmeidige Kunst herauskommt, erklärt sich fast von selbst. Denn der Künstler setzt dabei mehr zusammen, als er selbst kreiert. Fotos, Dokumente, Gegenstände wie alte Kronleuchter oder die Tür eines Kühlschranks und jede Menge Artefakte drapiert er zu seltsamen, recht schwer interpretierbaren Installationen. Diese machen es aber auch dem Besucher bei der Auseinandersetzung mit den Arbeiten nicht leicht.


Hanoi
Workshop -Stadttour mit Studenten und Postgraduierten der Hochschule oder jungen Künstlern
30.11. – 4.12.2010

Hue
Workshop - Stadttour mit Studenten und Postgraduierten der Hochschule oder jungen Künstlern
6.12. – 10. 12.2010



10. Veronika Witte arbeitet in den Bereichen Skulptur, Video und realisiert seit 2001 mit Berthold Schneider unter dem label staatsbankberlin/operawork begehbare Szenische Installationen im Grenzbereich von Bildender Kunst und Musik/Oper. Sie studierte von 1988-1993 an der Ecôle Nationale Supérièure des Beaux-Arts in Paris und erhielt folgende Auszeichnungen und Stipendien:1994 Bezalel in Israel, 1994 Internationaler Performancepreis Konstanz1995 Institut pour les hautes Etudes en arts plastique Paris, 1997 Kunststiftung Baden Württemberg, 2002 Mentoringramm der UDK Berlin, 2006 Goldrausch-Künstlerinnenprojekt art iT,
2002 Gastprofessur an der Ecôle Nationale Supérieure des Beaux Arts, Paris.

http://www.veronikawitte.de


Hanoi
Workshop Videoart und szenische Skulpturen
8.11. – 12.11.2010
Goethe-Institut

Mit Bertold Schneider, Operndirektor der Saarländischen Oper
Vortrag “Szenische Skulpturen. Künstler zwischen Theater und Kunst”
15.11.2010, 19h
Goethe-Institut Hanoi


Hue:
Workshop Videoart and scenic sculptures
22.-25.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hue


Backcover

DiV Office, 56-58 Nguyen Thai Hoc
Thai Mai Lan (Projektkoordinatorin) Tel. (4) 37342251
oder Veronika Radulovic und Andreas Schmid (v.radulovic@web.de) (aschmidart@gmx.de)

Änderungen des Programms sind möglich.
Các chương trình có thể thay đổi

Goethe-Institut Hanoi
Senat der Stadt Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
Viện Goethe Hà Nội
Chính phủ bang Berlin – Bộ văn hóa Thành phố Berlin

Hochschule für Kunst Vietnam, Hanoi. Hochschule für Kunst Hue. Hochschule für Kunst HCMC.
Goethe-Institut HCMC. San Art HCMC. Nha San Duc Hanoi. HTX-La Cooperative Hanoi.
New Space Arts Residence (NSAR) Hue. Himiko-Café HCMC. ZERO Station HCMC.

Mouse on Mars

Mouse on Mars
Elektronische Musik
Open Air Konzert

Was vom Namen her klingt wie ein knuddeliges Tierchen von einem fernen Planeten, entpuppt sich in Wahrheit als deutsches DJ-Gespann mit einer Vorliebe für experimentellen Electro-Sound. Mouse on Mars sind ein echter deutscher Exportschlager. Schon mehr als zehn Alben haben Jan St. Werner und Andi Thoma gemeinsam veröffentlicht – Ihre abstrakten und oft von Live-Instrumenten begleiteten Sets werden in den Clubs der ganzen Welt gefeiert. Kein Wunder, sind sie doch innovativ und tanzbar zugleich. Für das Deutschlandjahr in Vietnam sind Mouse on Mars sowohl in Hanoi als auch in HCMC zu Gast bei der stetig wachsenden vietnamesischen Fangemeinde elektronischer Musik.

Karten frei, abzuholen ab 10:00 Uhr am 3.11.2010 im Goethe-Institut
in Hanoi: 56-58 Nguyen Thai Hoc, Tel: 3 734 22 51/52/53 (Ext. 9)
oder in Ho Chi Minh Stadt: Nr. 18, Str.1, Đô Thành, Ward 4, Distrikt 3, Tel. 36009587


12.11.2010, 20:00 Uhr, Hanoi
Ausstellungsgelände Van Ho, 2 Hoa Lu Straße, Hanoi

13.11.2010, 20:00 Uhr, Ho Chi Minh Stadt
Kulturhaus Thanh Nien, 4 Pham Ngoc Thach Straße, Distrikt 1, HCM Stadt

Thaerichens DE

Thärichens Tentett

Thärichens Tentett ist eine der angesagtesten deutschen Jazzentdeckungen der letzen Jahre. Das aus zehn außergewöhnlichen Jazzmusikern zusammengesetzte Ensemble wurde 1999 von dem Pianisten Nicolai Thärichen und dem Sänger Michael Schiefel in Berlin gegründet. Durch seine musikalische Familie entdeckte Thärichen schon früh seine Leidenschaft für Jazzmusik. Als Komponist, Songschreiber und Pianist ist er maßgeblich für das einfühlsame, aber mitreißende Klangerlebnis verantwortlich, das er mit Gedichten und Texten u.a. von Dorothy Parker und Ronald D. Laing abrundet. Das Tentett zeichnet sich durch Originalität und spannende Improvisationskunst aus und formt so einen ganz eigenen Jazzstil. Pop trifft auf Kammermusik und Big Band Swing und wird gewürzt mit der androgynen, zarten Stimme des Sänger Michael Schiefel.
Zum festlichen Auftakt des Europäischen Musikfestivals, das 20 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Vietnam feiert, bringt Thärichens Tentett am 26. November 2010 sein einzigartiges Jazzrepertoire auf die Bühne des Hanoier Opernhaus.

26.11.2010, 20 Uhr, Opernhaus Hanoi, 1 Trang Tien

Musiktheater: Der durch das Tal geht

URAUFFÜHRUNG: INTERNATIONALE PARZIVAL-PRODUKTION IN HANOI

Unter dem Titel „Der durch das Tal geht“ interpretieren Künstler aus Europa und Vietnam den Parzival-Stoff nach einem Libretto von Tankred Dorst neu. Das groß angelegte, interdisziplinäre Musiktheaterprojekt wird am 14. Januar 2011 im historischen Opernhaus in Hanoi uraufgeführt. Die Produktion, eine Kooperation des Goethe-Instituts mit dem Vietnam National Opera & Ballet Theatre (VNOB) und der Vietnam National Academy of Music, bildet den glanzvollen Abschluss des Festprogramms „Deutschland in Vietnam 2010“ in Vietnam.

Der Parzival-Mythos kommt nach Südostasien: Mit „Der durch das Tal geht“ entsteht derzeit eine Musiktheaterproduktion in Vietnam, bei dem Gesang, Schauspiel und Tanz miteinander verwoben werden. Erzählt wird die zeitlose und universale Geschichte von Parzival, der als unwissender junger Mann aus den Armen der Mutter ausbricht, „durch das Tal geht“, um die Welt zu entdecken. Er tötet und er leidet, bis er die Liebe und das Mitgefühl mit anderen Menschen kennenlernt.

Das internationale Produktionsteam setzt seine künstlerische Vision mit vietnamesischen Musikern, Schauspielern und Tänzern um. Die Komposition für Soli, Chor und großes Orchester schuf der deutsche Komponist, Dirigent und Musiker Pierre Oser, der Dramatiker Tankred Dorst schrieb das Libretto. Es inszeniert die österreichisch-amerikanische Regisseurin Beverly Blankenship, unterstützt wird sie von dem deutschen Choreografen Hans Henning Paar, dem österreichischen Bühnenbildner, Kostüm- und Lichtdesigner Andreas Lungenschmid und von Christoph Maier-Gehring, Chefdramaturg am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Die deutsche Mezzosopranistin Silvia Mödden ist zuständig für Phonetik und Sängerausdruck.

In einem aufwändigen und durch Projektionen unterstützten Bühnenbild, in phantasievollen Kostümen und in einem markanten Lichtdesign wird eine vielschichtige, wegen ihrer universalen Gültigkeit und menschlichen Tiefe auch dem vietnamesischen Publikum gut nachvollziehbare Geschichte erzählt. Dabei wechseln sich gesprochene und gesungene Passagen ab, die Sprechtexte werden auf Vietnamesisch und die gesungenen Parts auf Deutsch mit vietnamesischen Übertiteln inszeniert.

Die Musiktheaterproduktion „Der durch das Tal geht“ ist eine Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Hanoi, dem Vietnam National Opera & Ballet Theatre (VNOB) und der Vietnam National Academy of Music.


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