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Restaurierung des historischen Dorfkerns von Tran

Bis heute ist der historische Dorfkern zentraler Punkt des Lebens von Tran Dang, einem kleinen Ort nahe Hanoi. Versammlungen, Markt und Schutzgeistverehrung konzentrieren sich im und rund um das 700 Jahre alte „Dinh“ (Gemeindehaus), das 1988 durch das vietnamesische Kulturministerium den Status eines geschichtlichen Denkmals erhielt. Das aus Eisenholz gebaute, mit farbigen Schnitzereien und First- und Giebelplastiken aus seltener schwarzer Keramik verzierte Gebäude war durch Schädlingsbefall, Wassereinwirkung und Alterung stark geschädigt. Von 2009 bis 2010 wird es von GCREP Restauratoren in Zusammenarbeit mit dem vietnamesischen Architekten Herrn Ly Truc Dung instand gesetzt. Restauriert werden außerdem die Brücke, Tore, Umfassungsmauer und Nebengebäude des Dinh sowie der Brunnen des historischen Dorfplatzes. Die Einwohner Tran Dangs begleiten das Projekt durch umfangreiche Reinigungs-, Kanalisierungs- und Aufräummaßnahmen. Im Frühjahr 2010 wird im Rahmen des Deutschlandjahres das bis dahin restaurierte bauliche Ensemble feierlich übergeben.

Eine Veranstaltung der German Conservation Restoration & Education Projects und der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft e.V..

Künstlerresidenz: André Lütze Public Private Hanoi

Hanoi ist ruhelos, geschäftig, eng. In den zentralen Wohnvierteln gibt es keinen Meter ungenutzten Boden. Erdgeschosswohnungen sind zur Straße hin geöffnet und dienen als Wohn- sowie Arbeitsraum. Bürgersteige sind von Anwohnern vereinnahmt. Beengter Innenraum treibt die Menschen vor ihre Häuser und auf die Straßen. Die Hitze in den oftmals verbauten, teils fensterlosen Wohnungen, tut das ihre. Diese Verhältnisse führen zu einem Wechselspiel von privat und öffentlich. Public Private Hanoi.

Das Fotoprojekt „Public Private Hanoi“ des Hamburger Fotografen André Lützen spielt mit diesen sich verbindenden Gegensätzen. Und so findet auch seine Projektion, passend zum Inhalt, im öffentlichen Raum statt. Projiziert werden drei Bilder nebeneinander auf einer Leinwand. Durch den unterschied-lichen Rhythmus der Abfolge und das nebeneinander Stehen von mehreren Bildern ergeben sich immer neue Betrachtungs- und Lesemöglichkeiten. Querverweise und Kontexte werden möglich, die ein einzelnes Bild so nicht bieten kann. Die Bildern verdichten sich, verbinden sich, ziehen aneinander vorüber.

16.12.2010 -31.12.2010, Hanoi

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Musiktheater: Der durch das Tal geht

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Tankred Dorst, der meistgespielte deutsche Dramatiker der Gegenwart, gemeinsam mit Ursula Ehler mit dem Parzival-Mythos, Wolfram von Eschenbachs mittelhochdeutschem Versroman. Der Parzival-Mythos wurde sowohl in der Literatur wie auch in der Musik und Malerei immer wieder bearbeitet, für das Deutschlandjahr in Vietnam wird nun mit einem Libretto von Dorst aus dem Parzival ein Stück Musiktheater: „Der durch das Tal geht“. Erzählt wird die Geschichte eines wilden Naturkindes, das sich auf die Suche nach dem höchsten Gut macht. Er tötet, er liebt, er leidet, bis er lernt mit den Menschen Mitleid zu haben. Gesang, Tanz und Schauspiel werden in „Der durch das Tal geht“ zu einem Musiktheater der besonderen Art vereinigt. Neben Tankred Dorst als Autor ergänzen Pierre Oser (Musik), Beverly Blankenship (Regie), Hans Henning Paar (Choreographie), Andreas Lungenschmid (Ausstattung) und Christoph Maier-Gehring (Dramaturgie) das Team und werden in Kooperation mit zahlreichen vietnamesischen MusikerInnen, SchauspielerInnen und TänzerInnen gemeinsam für einen glanzvollen Abschluss des Deutschlandjahres in Vietnam sorgen.

01.2011, Hanoi, HCMC

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.
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