KünsteStadtUmweltGespräche
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Open Academy: Berlin – Hanoi – Hue – Saigon

OPEN ACADEMY 2010

8.11.- 10.12. 2010
Hanoi – Hue – HCMC

Workshops, Screenings, Performances, Konzerte, Aktionen, Vorträge und Gespräche

10 Bildende Künstler und Musiker aus Berlin arbeiten in Zusammenarbeit mit vietnamesischen Künstlern und Musikern, gestalten verschiedene Orte des gemeinsamen kreativen Arbeitens, Forschens und der Kommunikation. Getragen wird das Projekt von der Bereitschaft, eigene spezifische Erfahrungen und Wissen zu teilen und im Austausch Neues entstehen zu lassen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Neuen Medien, der Performance Art, der Konzept Kunst und der Gestaltung von Räumen. Die Relevanz der gemeinsamen künstlerischen Praxis im Hinblick auf Fragen einer globalen und sozialen Zukunft stehen darüberhinaus im Vordergrund.

Die OPEN ACADEMY möchte einen Dialog fördern, bei dem die jeweilige kulturpolitische Situtation nicht außer Acht gelassen wird und so ein nachhaltiger Austausch zwischen den Künstlern Vietnams und Berlins stattfinden kann.

Alle Veranstaltungen werden gefördert vom Goethe Institut Hanoi und dem Senat Berlin – Kulturelle Angelegenheiten.

Unterstützt wird dieses Projekt weiterhin von der Hochschule für Kunst Vietnam (Hanoi), der Hochschule für Kunst (Hue), der Hochschule für Kunst in HCMC, den Künstlerhäusern Nha San Duc (Hanoi), San Art (HCMC), NSAF (Hue) ebenso von: HTX-La Cooperative oder DocLab Hanoi.


1 Nezaket Ekici wurde 1970 in der Türkei geboren und lebt seit ihrem 3. Lebensjahr in Deutschland. Bereits sehr früh hat sie sich der Kunst verschrieben, und ist nun eine international gefragte Performancekünstlerin. Dabei steht ihr eigener Körper im Mittelpunkt ihrer Arbeit und bildet eine dynamische Verbindung zum Publikum. Die Frage nach der eigenen Identität, die skeptische Auseinandersetzung mit Rollenmodellen und Konventionen, die den weiblichen Körper definieren, ihn ethnischen und politischen Vorstellungen unterwerfen, ist deshalb auch von Anfang an ein zentrales Thema ihrer Arbeit.


http://www.ekici-art.de

Hanoi:
Workshop Performance Art
16.11. – 19.11. 2010, 10h-18h
Goethe-Institut, 56-58 Nguyen Thai Hoc

Hue
Workshop Performance Art
8.-11.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hue

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Performance Art
22.-25.11.2010
Hochschule für Schöne Künste HCMC

Gespräch und Performance
21.11.2010, 17h
SAN-ART, 3 Mê Linh, Quận Bình Thạnh, TP. Hồ Chí Minh




2. Juliane Heise ist eine Bildende Künstlerin und lebt in Berlin. Sie studierte an der Kunsthochschule Kassel und unterrichtet seit 1989 an verschiedenen Universitäten. Sie war u.a. Gastdozentin des DAAD an der Hochschule für Kunst Hue und arbeitet seit 2005 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Der Fokus ihrer Arbeiten liegt im dreidimensionalen Bereich und umfasst Skulpturen, Installationen sowie orts- und zeitspezifische Arbeiten.


http://www.julianeheise.de


Hanoi
Workshop Mapping in Art
9.-12.11.2010
Hochschule der Schönen Künste
Hue
Workshop Mapping in Art
16.11. – 19.11. 2010
Hochschule der Schönen Künste

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Mapping in Art
24.-25. 11. 2010
Hochschule der Schönen Künste



3. Fuasi Abdul-Khaliq ist ein darstellender Künstler und lebt seit 1992 in Berlin. Seit den frühen 1990-ern arbeitete er in Los Angeles mit dem bedeutenden und mittlerweile verstorbenen afrikanisch-amerikanischen Pianisten Horace Tapscott zusammen. Diese lebenslange Zusammenarbeit führte auch zum Tapscott´s Panafrikan People´s Arkestra wo Fuasi Khaliq als Assistent-Dirigent, ebenso als Arrangeur, Komponist, Kopierer und Spieler von Saxophon, Klarinette und Flöte mitarbeitete. Zahlreiche Konzerte in den US. Seit 18 Jahren arbeitet Fuasi Khaliq in Europa.


http://www.fuasi.com

Jazzmusik:

Hanoi
Workshop Jazz Improvisation
22.-24. November 2010
HTX/La Cooperative, 46 An Dương, Hà Nội

Jazzkonzert
24.11., 21h
HTX/La Cooperative, 46 An Dương, Hà Nội

Hue
Workshop Jazz Improvisation
26.-27.11.2010

Hòa nhạc jazz/Jazzconcert
27.11.2010, 16h
New Space Arts Residence (NSAR), 28 Phạm Ngũ Lão, TP. Huế

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Jazz Improvisation
30.11. – 3.12. 2010
Himiko Café, Himiko Cafe, 324 Điện Biên Phủ, P.11, Quận 10, TP. Hồ Chí Minh

Jazzkonzert
3.12.2010, 21h
Himiko Café, Himiko Cafe, 324 Điện Biên Phủ, P.11, Quận 10, TP. Hồ Chí Minh


4. Stephan Kurr wurde 1961 geboren. Er studierte Kunst in Kassel und Nürnberg. Preise, Stipendien und Ausstellungen, die typische Künstlerkarriere, formten seine berufliche Entwicklung in der sich spezifische Fragen kristallisierten. Seit den 1990ern wurden Themen wie Migration und Ökonomie relevant und in diesem Referenzfeld auch die Rolle und das Selbstverständnis des Künstlers. Diese Auseinandersetzung mündet neben der künstlerischen Produktion auch immer wieder in Texte, in kuratorischer Tätigkeit und Initiativen. Er lehrte u.a. an der Kunstakademie Nürnberg und war Gastprofessor an der Concordia University Montreal oder initiierte künstlerischen Austausch in Istanbul, Hanoi oder Cali (Kolumbien). Aus der Praxis der Lehre und der Kunstvermittlung resultieren die verschiedenen partizipativen Aspekte seiner Arbeiten.


http://www.kurr.org


Hue
Workshop Tourismus und Reisen
8.11. – 12.11. 2010
Hochschule für Schöne Künste


Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop Tourismus und Reisen
15.-19. 11. 2010
Hochschule für Schöne Künste HCMC


5. Veronika Radulovic studierte Visuelle Kommunikation in Bielefeld. Sie nahm an zahlreichen internationalen Symposien und Projekten teil wie z.B. in Ungarn, Norwegen, Polen, Japan und den Niederlanden. 1992 lebte sie als artist in residence in Singapur und arbeitete von 1993 bis 2005 in Hanoi/Vietnam. Sie studierte dort die vietnamesische Lacktechnik und arbeitete als erste deutsche DAAD-Gastdozentin an der Hochschule für Kunst Vietnam in Hanoi/Hue und HCMC. Sie kuratierte u.a. verschiedene Ausstellungen mit vietnamesischer Kunst in Deutschland (Museum für Lackkunst Münster, 1996 - Haus der Kulturen der Welt Berlin, 1998 – ifa-Galerie Berlin 2009/10). 2005 erschien ihr Buch „Sicherheitsabstand. Vietnam. Kunst. Politik. Freundschaften. Eine Annäherung“. In ihren Arbeiten verbindet sie Sprache, Zeichnung, Fotografie, Objekt.

Hanoi
Workshop „Das Private“
12.-14.11.2010

Hue
Workshop „Das Private“
17.-19.11. 2010

Ho-Chi-Minh Stadt

Workshop „Das Private“
29.11.-1.12. 2010


6. Andreas Schmid geboren 1955 in Stuttgart, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler sowie als Experte für zeitgenössische chinesische Kunst und Kurator seit 1986 in Berlin. 1983-1986 studierte er mit einem DAAD-Stipendium an der Zhejiang Academy of Fine Arts (heute: China Academy of Art in Hangzhou) chinesische Kalligraphie und Kalligraphiegeschichte. Er kuratierte u.a. die erste große Ausstellung der chinesischen Gegenwartskunst im Haus der Kulturen der Welt Berlin (1993) und publiziert und lehrt zu den Themenkomplexen „Zeitgenössische chinesische Kunst“ und „Kalligraphie“. Seine eigenen künstlerischen Arbeiten - Installationen, Lichtkunstwerke und Zeichnungen – sind vorwiegend raumbezogen. Außerdem untersucht er theoretisch und praktisch die Zeichnung im Raum, arbeitet über Künstlervertretungen und führt Untersuchungen zu Non-Profit-Projekten im asiatischen Raum durch.

http://www.andreasschmid.info

Hanoi
Workshop “Mit Raum umgehen”
8.11.-12.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Vortrag und Diskussion “Kunst mit Licht”
8.11.2010, 19h
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Vortrag und Diskussion “Zeichnen mit und im Raum”
11.11.2010, 19h
Goethe-Institut Hanoi
Hue

Vortrag und Diskussion “Zeichnen mit und im Raum”
15.11.2010, 9:00
Hochschule der Schönen Künste Hue

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop “Mit Raum arbeiten” oder “Mit Licht arbeiten
17.11.- 20.11.
Hochschule der Schönen Künste Ho-Chi-Minh Stadt

Vortrag Lichtkunst
22.12.10 – 15h
Hochschule der Schönen Künste Ho-Chi-Minh Stadt


7. Maria Vedder ist Medienkünstlerin und Professorin an der Universität der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Fotografie, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und Sozialwissenschaft und ist seit den 1970er Jahren als Videokünstlerin und Fotografin tätig. Von Beginn an begleiten längere Studienaufenthalte und Vortragsreihen in Asien ihre künstlerische Arbeit. Gastprofessuren an der Fachhochschule Düsseldorf und der Hochschule für Künste Bremen folgten. In den 1980ern verfasst sie in Zusammenarbeit mit Bettina Gruber Bücher über Video, parallel entstehen gemeinsame Videofilme. 1991 übernimmt sie die Professur für Medienkunst an der Universität der Künste Berlin. Ihre Arbeiten sind weltweit in Sammlungen vertreten.


http://www.mariavedder.de

Hanoi
Workshop Videoart
9. – 12.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Filmvorführung „Young Video Art from Berlin University of the Arts“
10.11.2010, 14h
Hochschule für Schöne Künste Hanoi

Filmvorführung “40 năm videoart.de"
14.11.2010, 17h
Goethe-Institut Hanoi

Ho-Chi-Minh STadt

Filmvorführung„Young Video Art from Berlin University of the Arts“
18.11.2010, 15h
Hochschule für Schöne Künste Ho-Chi-Minh Stadt

Filmvorführung „40 years video art.de“
19.11.2010 - 15h
Hochschule für Schöne Künste Ho-Chi-Minh Stadt

Filmvorführung „Maria Vedder”
Samstag 20.11.2010, 19h
SAN ART


8. Michael Vorfeld lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Musiker und Bildender Künstler, spielt Perkussion und realisiert elektroakustische Klangarbeiten. Er ist aktiv in den Bereichen experimentelle Musik, improvisierte Musik und Klangkunst. Michael Vorfeld entwickelt ortsbezogene Installationen und Performances mit Licht und arbeitet mit Fotografie und Film. Er ist Mitglied verschiedener Formationen und kooperiert mit Künstlern aus unterschiedlichsten Bereichen. Seine vielfältigen Aktivitäten umfassen umfangreiche Konzert-, Performance- und Ausstellungstätigkeiten in Europa, den USA, Asien und Australien.

http://www.vorfeld.org


Hanoi
Workshop experimentelle Musik und Lichtinstallation
8.11.-12.11.2010
Nhà Sàn Đức, tổ 50, Cụm 5 Phường Vĩnh Phúc, Quận ba Đình, Hà Nội.

Konzert mit Lichtinstallation
13.11.2010, 19h
Goethe-Institut Hanoi

Ho-Chi-Minh Stadt
Workshop experimentelle Musik und Lichtinstallation
15-19.11.2010
ZERO Station, 91A Đinh Tiên Hoàng, Quận Bình Thạnh, TP. Hồ Chí Minh;

Konzert
19.11.2010
ZERO Station, 91A Đinh Tiên Hoàng, Quận Bình Thạnh, TP. Hồ Chí Minh;



9. Danh Vo
Zitat über Danh Vo: (Gabriele Walde in WELT ONLINE – 22.09.09)

Danh Vo spricht nicht gerne über seine Person und seine Kunst. Zumal es auch gar nicht so einfach ist, den zarten Vietnamesen (Jahrgang 1975) in seinem kleinen Kreuzberger Atelier zu treffen. Danh Vo ist ein sehr gefragter Künstler und viel unterwegs, gerade hatte er in Paris ein Stipendium. Vor zwei Jahren ergatterte er den Blue Orange Preis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, und bis August war seine Ausstellung „Where the Lions are“ in der Kunsthalle Basel zu sehen. Nun ist er für den Preis der Nationalgalerie nominiert. Um sein Werk verstehen zu können, sollte man sich sein bisheriges Leben anschauen. 1980 floh er zusammen mit seinen Eltern aus Vietnam und landete als Flüchtling in Dänemark, heute hat er längst einen dänischen Pass.
In seinem Alter und mit seinen Erfahrungen zwischen den Welten hat er zweifelsohne mehr erlebt als jeder europäische Künstler in seinem Alter. Das soll nicht zynisch klingen. Aber genau dies scheint sein künstlerischer Impuls zu sein. Und so ist Danh Vo immer irgendwie dabei, sein Leben zu einer Biographie zusammenzubasteln. Die Galeristen, die ihn vertreten, schätzen seine Authentizität. Dass dabei keine glatte, geschmeidige Kunst herauskommt, erklärt sich fast von selbst. Denn der Künstler setzt dabei mehr zusammen, als er selbst kreiert. Fotos, Dokumente, Gegenstände wie alte Kronleuchter oder die Tür eines Kühlschranks und jede Menge Artefakte drapiert er zu seltsamen, recht schwer interpretierbaren Installationen. Diese machen es aber auch dem Besucher bei der Auseinandersetzung mit den Arbeiten nicht leicht.


Hanoi
Workshop -Stadttour mit Studenten und Postgraduierten der Hochschule oder jungen Künstlern
30.11. – 4.12.2010

Hue
Workshop - Stadttour mit Studenten und Postgraduierten der Hochschule oder jungen Künstlern
6.12. – 10. 12.2010



10. Veronika Witte arbeitet in den Bereichen Skulptur, Video und realisiert seit 2001 mit Berthold Schneider unter dem label staatsbankberlin/operawork begehbare Szenische Installationen im Grenzbereich von Bildender Kunst und Musik/Oper. Sie studierte von 1988-1993 an der Ecôle Nationale Supérièure des Beaux-Arts in Paris und erhielt folgende Auszeichnungen und Stipendien:1994 Bezalel in Israel, 1994 Internationaler Performancepreis Konstanz1995 Institut pour les hautes Etudes en arts plastique Paris, 1997 Kunststiftung Baden Württemberg, 2002 Mentoringramm der UDK Berlin, 2006 Goldrausch-Künstlerinnenprojekt art iT,
2002 Gastprofessur an der Ecôle Nationale Supérieure des Beaux Arts, Paris.

http://www.veronikawitte.de


Hanoi
Workshop Videoart und szenische Skulpturen
8.11. – 12.11.2010
Goethe-Institut

Mit Bertold Schneider, Operndirektor der Saarländischen Oper
Vortrag “Szenische Skulpturen. Künstler zwischen Theater und Kunst”
15.11.2010, 19h
Goethe-Institut Hanoi


Hue:
Workshop Videoart and scenic sculptures
22.-25.11.2010
Hochschule für Schöne Künste Hue


Backcover

DiV Office, 56-58 Nguyen Thai Hoc
Thai Mai Lan (Projektkoordinatorin) Tel. (4) 37342251
oder Veronika Radulovic und Andreas Schmid (v.radulovic@web.de) (aschmidart@gmx.de)

Änderungen des Programms sind möglich.
Các chương trình có thể thay đổi

Goethe-Institut Hanoi
Senat der Stadt Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
Viện Goethe Hà Nội
Chính phủ bang Berlin – Bộ văn hóa Thành phố Berlin

Hochschule für Kunst Vietnam, Hanoi. Hochschule für Kunst Hue. Hochschule für Kunst HCMC.
Goethe-Institut HCMC. San Art HCMC. Nha San Duc Hanoi. HTX-La Cooperative Hanoi.
New Space Arts Residence (NSAR) Hue. Himiko-Café HCMC. ZERO Station HCMC.

Rosa

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19 Uhr

Lesung

Lea Rosh, Jörn Schütrumpf:
Rosa Luxemburg – zwischen Liebe und Zorn. 90 Minuten
Übersetzung ins Vietnamesische per Beamer

Es kursieren verschiedene Klischees über eine Jüdin aus Russisch-Polen, die die meisten, die ihren Namen kennen, für eine Deutsche halten: Rosa Luxemburg.
Zwei Klischees sind dabei besonders stabil und besonders gemein.
Das eine Klischee über diese Frau, die in Berlin am 15. Januar 1919 von deutschen Männern erst halb tot geschlagen und dann erschossen wurde – ihrem Leichnam »entsorgte« man im Mittellandkanal im Zentrum der Stadt –, lautet, sie sei ein Flintenweib gewesen, etwas verkrüppelt, ohne Kinder, und habe Tag und Nacht am Umsturz gearbeitet und an nichts anderes gedacht.
Das andere Klischee lautet, dass sie eine Männer verzehrende Megäre gewesen sei, die sich die Kerle genommen habe, wie sie kamen.
Klischees beseitigt man am einfachsten, indem man über die Sache selbst redet. In diesem Falle ist „die Sache“ selbst die Liebe. Wir haben uns entschieden, Rosa Luxemburgs Liebesbriefe zu lesen.
Lea Rosh liest, Jörn Schütrumpf spricht über die Männer.

Vietnamesischer Tag De

Tage der Offenen Tür: Abwassertage in Provinzstädten
11.12.2010: Soc Trang

Deutsch-Vietnamesischer Tag in Soc Trang

Das deutsche Programm der Entwicklungszusammenarbeit – „Abwassermanagement in Provinzstädten” – führt in Kooperation mit den lokalen Abwasserdienstleistern „Deutsch-Vietnamesische Tage“ in drei Provinzstädten durch und trägt damit das Deutschlandjahr auch in ländlichere Gebiete Vietnams. In Bac Ninh und Hai Duong haben die „Deutsch-Vietnamesischen Tage“ bereits im Juni viele Menschen angesprochen. Mit bunten Aktionen, Spielen und Wettbewerben vermittelten die Feste interessante Informationen rund um die Themen Umwelt und Abwasser.

Der dritte „Deutsch-Vietnamesische Tag“ wird am 11. Dezember 2010 in Soc Trang stattfinden. Die Agenda umfasst unter anderem Ausstellungen, Theaterauffuehrungen, musikalische Darbietungen, Kinderspiele und einen deutschen Kochwettbewerb. Das Programm wird um 6:00 Uhr mit einer Parade eröffnet. Ein detaillierter Programmablauf kann auf der Website des Abwasserprogramms abgerufen werden:http://www.wastewater-vietnam.org/

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Jeder ist herzlich eingeladen an dem Ereignis teilzunehmen.
Künstlerresidenz: André Lütze Public Private Hanoi

Hanoi ist ruhelos, geschäftig, eng. In den zentralen Wohnvierteln gibt es keinen Meter ungenutzten Boden. Erdgeschosswohnungen sind zur Straße hin geöffnet und dienen als Wohn- sowie Arbeitsraum. Bürgersteige sind von Anwohnern vereinnahmt. Beengter Innenraum treibt die Menschen vor ihre Häuser und auf die Straßen. Die Hitze in den oftmals verbauten, teils fensterlosen Wohnungen, tut das ihre. Diese Verhältnisse führen zu einem Wechselspiel von privat und öffentlich. Public Private Hanoi.

Das Fotoprojekt „Public Private Hanoi“ des Hamburger Fotografen André Lützen spielt mit diesen sich verbindenden Gegensätzen. Und so findet auch seine Projektion, passend zum Inhalt, im öffentlichen Raum statt. Projiziert werden drei Bilder nebeneinander auf einer Leinwand. Durch den unterschied-lichen Rhythmus der Abfolge und das nebeneinander Stehen von mehreren Bildern ergeben sich immer neue Betrachtungs- und Lesemöglichkeiten. Querverweise und Kontexte werden möglich, die ein einzelnes Bild so nicht bieten kann. Die Bildern verdichten sich, verbinden sich, ziehen aneinander vorüber.

16.12.2010 -31.12.2010, Hanoi

Eine Veranstaltung des Goethe-Institut Vietnam.

Musiktheater: Der durch das Tal geht

URAUFFÜHRUNG: INTERNATIONALE PARZIVAL-PRODUKTION IN HANOI

Unter dem Titel „Der durch das Tal geht“ interpretieren Künstler aus Europa und Vietnam den Parzival-Stoff nach einem Libretto von Tankred Dorst neu. Das groß angelegte, interdisziplinäre Musiktheaterprojekt wird am 14. Januar 2011 im historischen Opernhaus in Hanoi uraufgeführt. Die Produktion, eine Kooperation des Goethe-Instituts mit dem Vietnam National Opera & Ballet Theatre (VNOB) und der Vietnam National Academy of Music, bildet den glanzvollen Abschluss des Festprogramms „Deutschland in Vietnam 2010“ in Vietnam.

Der Parzival-Mythos kommt nach Südostasien: Mit „Der durch das Tal geht“ entsteht derzeit eine Musiktheaterproduktion in Vietnam, bei dem Gesang, Schauspiel und Tanz miteinander verwoben werden. Erzählt wird die zeitlose und universale Geschichte von Parzival, der als unwissender junger Mann aus den Armen der Mutter ausbricht, „durch das Tal geht“, um die Welt zu entdecken. Er tötet und er leidet, bis er die Liebe und das Mitgefühl mit anderen Menschen kennenlernt.

Das internationale Produktionsteam setzt seine künstlerische Vision mit vietnamesischen Musikern, Schauspielern und Tänzern um. Die Komposition für Soli, Chor und großes Orchester schuf der deutsche Komponist, Dirigent und Musiker Pierre Oser, der Dramatiker Tankred Dorst schrieb das Libretto. Es inszeniert die österreichisch-amerikanische Regisseurin Beverly Blankenship, unterstützt wird sie von dem deutschen Choreografen Hans Henning Paar, dem österreichischen Bühnenbildner, Kostüm- und Lichtdesigner Andreas Lungenschmid und von Christoph Maier-Gehring, Chefdramaturg am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Die deutsche Mezzosopranistin Silvia Mödden ist zuständig für Phonetik und Sängerausdruck.

In einem aufwändigen und durch Projektionen unterstützten Bühnenbild, in phantasievollen Kostümen und in einem markanten Lichtdesign wird eine vielschichtige, wegen ihrer universalen Gültigkeit und menschlichen Tiefe auch dem vietnamesischen Publikum gut nachvollziehbare Geschichte erzählt. Dabei wechseln sich gesprochene und gesungene Passagen ab, die Sprechtexte werden auf Vietnamesisch und die gesungenen Parts auf Deutsch mit vietnamesischen Übertiteln inszeniert.

Die Musiktheaterproduktion „Der durch das Tal geht“ ist eine Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Hanoi, dem Vietnam National Opera & Ballet Theatre (VNOB) und der Vietnam National Academy of Music.


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